HUNDREDS: Soundtüftler aus Hamburg

SpotifyDie Hamburger Geschwister Eva und Philipp Milner lassen Privates lieber außen vor und stattdessen ihre Musik für sich sprechen: Hundreds bieten sphärische Arrangements, minimalistische Elektronik und große Popmomente. Mit ihrem neuen Album „Aftermath” im Gepäck haben uns Eva und Philipp Milner Anfang März einen Besuch im Berliner Office abgestattet und eine Spotify Session performt.

In ungewohntem Rahmen boten Hundreds eine hochkonzentrierte Show: Eva am Gesang, der studierte Jazz-Pianist Philipp an den Tasten und ein dritter Musiker als elektronische Unterstützung. „Es war wie eine Mischung aus Akustik-Show und richtigem Konzert”, sagte Eva sichtlich entspannt, als sie sich zu uns auf die Couch setzt. „Anfangs fühlte es sich ein bisschen ungewohnt an, ein Konzert bei Tageslicht und Zimmerlautstärke zu geben. Normalerweise wackelt die Bühne von den Bässen”, fügt ihr älterer Bruder Philipp hinzu und nimmt neben Eva Platz.

Gerade haben sie von dem Top 50 Charteinstieg ihres zweiten Albums „Aftermath” erfahren und freuen sich über diesen beachtlichen Erfolg für eine, wie sie selbst sagen, kleine Indie-Band. Vier ganze Jahre ließen sie sich Zeit, um einen Nachfolger zu ihrem vielbeachteten Debütalbum „Hundreds” zu veröffentlichen. „Bei uns ist das alles ein Prozess”, erklärt Eva die Tüftelei im Studio, „wir sind Musiker, Songwriter und Produzenten in einer Person – das ist ein sehr vielschichtiges Arbeiten.” Manchmal dauere es Monate bis zur Fertigstellung einer Nummer. Andere schaffen es erst gar nicht auf ein Album: „Manche Songs funktionieren einfach nicht. Wir brauchen die Bereitschaft, den Song immer und immer wieder hören zu können. Wenn er nach dem 20. Mal nervt, dann machen wir lieber ein neues Lied.”

SpotifyApropos Songwriting! Wir stellen eine Nerd-Frage, die uns schon schlaflose Nächte bereitet hat: Ist die Ähnlichkeit zwischen der Twin Peaks Titelmelodie und dem Intro des Songs „Circus” eigentlich eine bewusste Hommage oder reiner Zufall? Philipp lacht: „Das war tatsächlich keine Absicht! Jemand von unserem Label hat uns erstmals darauf aufmerksam gemacht. In meinem Alter kann man schlecht behaupten, Twin Peaks nicht zu kennen. Aber ich habe mir die Serie wirklich erst später angesehen und finde sie wirklich gut, spannend und gruselig.” Wir finden auch: Twin Peaks und Hundreds, das passt eigentlich.

Gegen Ende des Gesprächs wird es dann noch ein bisschen privater: Hundreds bezeichnen sich als „klassischer Familienbetrieb” und dieser geht über die Band hinaus: „Alle machen so ein bisschen mit”, erzählt Eva. „Wir haben in Philipps Wohnhaus aufgenommen, da ist auch seine Familie beteiligt. Auch meine kleine Familie hilft mal mit – das ist schon ein Projekt, das auf viele kleine Bereiche abstrahlt.” „Wir kriegen auch viel guten Zuspruch von unseren Eltern”, fügt Philipp hinzu. Er schmunzelt: „Allerdings haben wir auch erst relativ spät mit der Band begonnen. Wenn wir mit 17 gesagt hätten, dass wir Stars werden wollen, hätten sie vielleicht schon anders geguckt.”

Vermutlich sind Evas und Philipps Eltern sehr stolz, wenn sie sich die bezaubernde Office Session ihrer Kinder anhören. Wir freuen uns jedenfalls, so tolle Gäste gehabt zu haben.

 

 

 

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Spotify Summer Jams

Summer. It’s about time.

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Hallo Brasilien – Willkommen bei Spotify!

Brasil

Wir freuen uns, dass Spotify ab heute auch in Brasilien verfügbar ist. Eure Freunde in Brasilien können ab sofort gemeinsam mit unseren weltweit mehr als 40 Millionen Nutzern viel gute Musik auf eine neue Art genießen.

Mit dem Start in Brasilien ist Spotify jetzt in 57 Märkten verfügbar! Es war noch nie so einfach, Musik mit Freunden in anderen Ländern zu teilen und neue Musik aus aller Welt zu entdecken.

Ihr habt Freunde in Brasilien? Sendet ihnen noch heute einen Song!

THE HEAD AND THE HEART: „Die Szene in Seattle ist ein sehr nahrhafter Boden für Musiker.”

The Head And The Heart Spotify Session BerlinIm Zuge ihrer letzten Europa-Tour haben uns die US-amerikanischen Folk-Rocker The Head And The Heart einen Besuch im Berliner Office abgestattet. Die Vorfreude auf das Sextett war groß, und die fünf Herren und die Dame aus Seattle wurden ihrem Ruf als exzellente Liveband absolut gerecht.Ganz besonders ragt der dreistimmige Gesang der Sänger Jonothan, Josiah und Charity heraus, der gepaart mit den eingängigen Harmonien und Melodien ein energetisches Gesamtkunstwerk ergibt. Bevor The Head And The Heart die bis zum letzten Quadratzentimeter mit Instrumenten vollgestellte Bühne betreten, setzen wir uns mit Jonathan Russel in eine ruhige Ecke, um über die Band zu plaudern.

Es ist nicht Euer erstes Mal in Deutschland. Welche Erfahrungswerte oder gar Klischees kommen Dir in den Sinn, wenn Du an das deutsche Publikum denkst?

Natürlich ist ein Klischee nie zu einhundert Prozent wahr, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das deutsche Publikum sehr zurückhaltend ist. Das ist ein großer Unterschied zu den USA, wo Menschen zu unserer Musik abgehen, auch wenn sie uns nicht kennen. Wir haben live sehr viel Energie und wenn diese nicht erwidert wird, dann ergibt das einen fühlbaren Kontrast. Wenn sich die Menschen im Publikum zu Deiner Musik bewegen, bekommst Du als Musiker die Gewissheit, etwas richtig zu machen. Ist das nicht der Fall – wie in Deutschland – dann wird man unsicher und fragt sich: „Mögen die unsere Musik überhaupt?” Aber nach der Show kommen dann Leute auf uns zu, sagen, dass ihnen das Konzert gefallen hat und sind sehr wohlwollend. Das ist einfach ein kultureller Unterschied.

Die Anfänge von The Head And The Heart sind in einer Bar in Seattle zu verorten, wo Ihr bei Open-Mic-Veranstaltungen aufgetreten seid. Was war das für eine Zeit?

Damals waren wir noch keine vollständige Band – nur Josiah, der andere Sänger von The Head And The Heart, Painist Kenny und ich. In jeder freien Minute haben wir uns im Proberaum verschanzt, sind dann an die Arbeit gegangen und haben uns nachts bei Open-Mic-Sessions getroffen. Wir haben bemerkt, dass wir einen Ticken mehr Applaus bekommen als die anderen Künstler und dass unsere Songs und die Art, wie wir spielten, beim Publikum größeren Anklang fand. Das hat uns in unserem Selbstbewusstsein bestärkt. Die Szene in Seattle ist ein sehr nahrhafter Boden für Musiker. Vielleicht wären wir in New York, Nashville oder Chicago nie so weit gekommen, wer weiß.

Jonathan Russel, The Head And The HeartSeattle ist für Musiker ein mystischer Ort, immerhin wurde die Grunge-Bewegung dort gestartet. Dennoch kommen die wenigsten USA-Reisenden dort hin…

Seattle ist buchstäblich das genaue Gegenteil von Florida, dem Bundesstaat, in dem ich aufgewachsen bin. Ich war davor noch nie an der Westküste, deshalb fühlte sich die Stadt anfangs sehr surreal an, beinahe wie ein komplett anderes Land. Ich kam im Februar an, es regnete durchgehend und war um halb fünf Uhr abends schon dunkel. Ich fühlte mich miserabel, deprimiert und war komplett pleite. Solche Situationen können für Musiker sehr inspirierend sein. Ich habe viel Wein getrunken, bin nachts mit Kopfhörern durch die Straßen gezogen und habe Songs geschrieben.

Muss hart gewesen sein, von Florida ins verregnete Seattle zu ziehen.

Ja, aber nicht nur wegen des Wetters, es gibt auch Unterschiede in der Mentalität der Menschen. Ich war ein kleiner Junge vom Land und sehr naiv. In Virginia wird man von jedermann auf der Straße gegrüßt, in Seattle ist das anders: Es dauert hier eine Zeit, bis sich die Menschen öffnen und man mit ihnen ins Gespräch kommen kann. Als Musiker hat man es da ein bisschen leichter, man ist schnell Teil einer Community.

Seit der Veröffentlichung Eures Debütalbums in 2011 habt Ihr Euch eine große Fangemeinde erarbeitet. Das spiegelt sich auch in den Streams auf Spotify wider: „Lost In My Mind” wurde bereits über 8 Millionen Mal gestreamt.

Was, echt? Das wusste ich gar nicht! Ich nehme an, das ist ein gutes Zeichen. Ich bin kein Technologie getriebener Mensch und beschäftige mich nicht mit solchen Dingen. Aber ich weiß, dass viele Menschen Streamingdienste nutzen um neue Musik zu entdecken.

Wo entdeckst Du neue Musik?

Meistens durch Mundpropaganda, obwohl ich zugeben muss, dass mich neue Bands eigentlich nicht interessieren und deshalb viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss. Es gab so viele großartige Künstler vor unserer Zeit, ich stehe total auf alten Jazz. Ein guter Weg, sich mit Jazz zu befassen, ist Bücher zu lesen. Ich habe in der Biografie über Miles Davis mehr über John Coltrane und Charles Mingus erfahren und angefangen, mich mit diesen Musikern zu beschäftigen.

Ich konnte vorhin einen Blick auf Eure Setliste erhaschen. Ihr beginnt die Office Session heute mit „Another Story”. Was ist die Geschichte hinter diesem Song?

Dieser Song ist einer, der mir besonders wichtig ist. Die Entstehungsgeschichte ist sehr traurig: Es geht um einen Amoklauf in einer Grundschule in New Haven, Connecticut.Die öffentlichen Radiostationen haben nach dem Massaker wochenlang darüber berichtet und viele Interviews mit Eltern gesendet. Zwischendurch musste ich einfach das Radio ausschalten, weil es mich so mitgenommen hat. Ich wollte etwas tun, einen hilfreichen Beitrag leisten, also begann ich diesen Song zu schreiben. Nachdem „Another Story” veröffentlicht war, haben wir einige E-Mails von Eltern erhalten, die ihre Kinder verloren hatten. Es war ein sehr ernüchterndes Gefühl, das schwer in Worte zu fassen ist. Man konnte ihre Stimmen förmlich durch ihre E-Mails hören. Fast hätte ich den Song nicht fertig gemacht, weil ich daran zweifelte, ob ich überhaupt ein Recht dazu hatte.

Danke für das Gespräch, Jonathan, wir freuen uns schon sehr auf Eure Office Session!

 

 

Wichtige Information für unsere Nutzer

Heute wurde uns ein unbefugter Zugriff auf unsere Systeme bekannt. Informationssicherheit und Datenschutz sind Spotify äußerst wichtig – aus diesem Grund möchten wir Euch darüber informieren, welche Maßnahmen wir gegenwärtig ergreifen. Nachdem wir das Problem erkannt haben, wurde umgehend eine Untersuchung der Sachlage eingeleitet.

Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass bisher lediglich ein Spotify Nutzerkonto von dem unberechtigten Zugriff betroffen ist. Hierbei wurden jedoch weder das Passwort noch Finanz- oder Zahlungsinformationen ausgelesen. Wir haben den betroffenden Nutzer umgehend informiert. Abgesehen von diesem Einzelfall, gibt es aktuell keine Anzeichen für ein erhöhtes Risiko für unsere Nutzer.

Wir nehmen den Vorfall sehr ernst und werden daher in den kommenden Tagen weitere Tests durchführen. Unter anderem werden wir einige von Euch bitten, ihren Nutzernamen und Passwort für einen erneuten Spotify Log-in einzugeben.

Zudem empfehlen wir allen Nutzern der Spotify Android App ein Upgrade auf die neueste Version der Spotify-App durchzuführen. Folgt dazu einfach den Anweisungen, sobald Ihr von Spotify automatisch zu einem Upgrade aufgefordert werdet. Alternativ könnt Ihr Euch die aktuellste Android App im Google Play oder Amazon Appstore herunterladen. Wir empfehlen Euch, den Download nur auf einer der genannten Webseiten durchzuführen. Nutzer von iOS und Windows Phone Geräten müssen aktuell keine Maßnahmen ergreifen.

Nachdem Eure Android App aktualisiert ist, müssen alle Playlists, die Ihr zuvor im Offline-Modus gespeichert hattet, erneut offline verfügbar gemacht und deshalb neu synchronisiert werden. Wir entschuldigen uns für diese oder etwaige Unannehmlichkeiten. Gleichzeitig hoffen wir auf Euer Verständnis, dass es sich hierbei um Vorsichtsmaßnahmen handelt, die notwendig sind, um Euren Schutz zu gewährleisten und die Qualität unseres Services zu sichern.

Die eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen dienen dazu, unser Sicherheitssystem zu stärken und Euch sowie Eure Daten weiterhin zu schützen. Zudem werden wir in den nächsten Tagen weitere Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit unserer Nutzer zu erhöhen.

Weitere Informationen findet Ihr hier.

Oskar Stål, CTO, Spotify

Mit Spotify und djay 2 wird jeder zum DJ

djay + Spotify20 Millionen Songs, nur einen Klick entfernt – ein Traum für jeden DJ! Und diesen Traum machen unsere Freunde von Algoriddim jetzt wahr: Die aktualisierte DJ App djay 2 für das iPhone und iPad gibt es ab sofort mit Spotify-Integration. Spotify Premium Kunden können somit Ihren ganz persönlichen Mix erstellen.

Mit djay 2 wird DJing jetzt so einfach wie nie zuvor, denn die App hält zahlreiche Funktionen für Euch bereit: Stöbert durch 20 Millionen Songs und findet Eure Lieblingslieder leichter denn je. Playlists von Euren Freunden erreichen Euch in Echtzeit über die Spotify Inbox. Dazu erhaltet Ihr mit dem „Match“-Feature musikalische Empfehlungen, welchen Song Ihr als nächstes mixen könnt. Unser Partner The Echo Nest analysiert dafür Songs basierend auf verschiedenen Faktoren wie Stil, Tonlage und Geschwindigkeit. Teilt Euer DJ-Set mit Euren Freunden einfach über E-Mail, Facebook oder Twitter.

Für alle djay-App Nutzer steht das Update jetzt kostenlos zum Download bereit. DJ-Neulinge können sich in dieser Woche djay 2 für das iPhone ebenfalls noch kostenlos herunterladen und bekommen zudem 50 % Rabatt beim Kauf von djay 2 für das iPad.  

Für den Zugriff auf den Spotify Musikkatalog mit djay 2 braucht Ihr Spotify Premium. Noch kein Premium Kunde? Kein Problem! Mit djay 2 könnt Ihr Spotify Premium sieben Tage lang kostenlos testen.

Kollegah stellt deutsche Streaming-Rekorde auf

Kollegah_2014Kollegah zeigt Deutschland, wer der Boss ist: Sein neues Album „King“ erreichte in der ersten Woche nach Veröffentlichung unglaubliche 10,9 Millionen Streams – diese Zahlen kann bislang kein anderes Album im deutschsprachigen Raum im gleichen Zeitraum vorweisen.

Dass Kollegahs „bosshafte“ Tracks gut bei Euch ankommen, zeigt sich auch in den Spotify-Top 50 Single-Charts – hier ist er mit 14 Titeln gleichzeitig vertreten. Zudem habt Ihr ihm zu einem neuen Weltrekord verholfen: Mehr als 42.000 Fans haben sich vergangene Woche zu einem Soundrop-Chat mit dem Boss auf Spotify eingeloggt – so viele Teilnehmer gab es in einem Soundrop-Raum noch nie!

 

 

 

 

 

10 Millionen Abonnenten!

Wir freuen uns, Euch heute einen ganz besonderen Meilenstein zu verkünden: Wir haben jetzt 10 Millionen Premium Kunden und mehr als 40 Millionen aktive Nutzer in unseren 56 Ländern! Wow! Wir danken Euch, den tausenden Künstlern und Millionen von Musikfans weltweit, die uns dabei geholfen haben, diesen Punkt zu erreichen.  Zur Feier des Tages haben wir eine schöne Infografik für Euch erstellt:

Spotify - Celebrate - 10Million - Guitar - Rev07-01

Was für eine Reise!

Vielen Dank an Euch alle, für das was Ihr mit uns zusammen aufgebaut habt. Und dafür, dass Ihr mit uns gemeinsam wachst und Spotify zum Soundtrack Eures Lebens macht!

 

Oliver Koletzki: „Ich könnte auch gewollt Musik machen – wie David Guetta.”

Oliver Koletzki 02

2005 erlangte Oliver Koletzki mit „Der Mückenschwarm” internationale Bekanntheit und galt als Newcomer der Stunde. Mit der Veröffentlichung seines ersten Albums „Get Wasted” zementierte er seinen Ruf in der Szene, spiele Gigs in allen wichtigen europäischen Clubs und war Resident in der legendären Bar 25. Heute, neun Jahre später, erscheint Oliver Koletzkis fünftes Studioalbum „I am OK”. Er führt darauf das fort, was er bei den beiden „Großstadtmärchen”-Alben begonnen hat: klassische Songstrukturen und eingängige Stücke, performt von unterschiedlichen Sängerinnen und Sängern. Wir haben den Produzenten, DJ und Labelbetreiber Oliver Koletzki getroffen, um mehr über sein neues Werk in Erfahrung zu bringen.

Du bist Chef des Labels “Stil vor Talent” und bringst Dein neues Album dennoch auf einem Majorlabel raus. Was hat Dich dazu verleitet?

Das ist tatsächlich schon das zweite Album, das ich auf einem Major veröffentliche. Universal hat mir vor drei Jahren ein Angebot gemacht und ich habe angenommen. Es war keine leichte Entscheidung. Stil vor Talent ist über die Zeit so gewachsen, dass wir auch größere Themen selbst stemmen könnten. Aber Majorlabels haben einfach mehr Kohle und können viel mehr für Videos ausgeben. Auch in Sachen Promo- und Marketingmaßnahmen sitzen sie am längeren Hebel. Sie wissen aber um unsere Stärken bei Stil vor Talent Bescheid: Unser Comiczeichner ist für das Artwork verantwortlich und auch die Videos wurden von unserem Team gemacht. Deshalb ist der Unterschied in der Außenwirkung gar nicht so groß.

Du bist Labelboss und Künstler in einer Person. Ist das manchmal ein bisschen schizophren?

Manchmal ist das wirklich schwierig. Bei Stil vor Talent bin ich der große Labelboss und A&R, der sagt: „Du, mit dem Album bin ich noch nicht zufrieden, da musst du nochmal ran.” Jetzt muss ich Fiete Klatt, meinem A&R bei Universal, mein Werk präsentieren und bin teilweise in einer Überzeugungsposition. Ich muss ihm verkaufen, woran ich ein Jahr lang schwer gearbeitet habe. Wir verstehen uns aber gut und sind auch privat befreundet, deshalb gab es keine großen Reibungspunkte.

Bist Du selbst Dein größter Kritiker?

Ich bin kein Perfektionist, aber schon selbstkritisch und setze mich selbst total unter Druck. Von Jahr zu Jahr hörenmir mehr Leute zu. Ich möchte meinen treuen Fankreis nicht enttäuschen. Mir geht es nicht so sehr um Verkaufszahlen, ich möchte einfach gute Arbeit abliefern und meinem Sound treu bleiben. Bevor ich ein Album veröffentliche, spiele ich es meinen Freunden vor, die mich seit vielen Jahren begleiten. Ich bin kein beratungsresistenter Mensch und nehme ihre Kritik auch an.

Oliver Koletzki 01Du wolltest für dieses Album wieder Tracks machen, die Du auch selbst auflegen kannst. Gehst Du das konzeptionell an oder lässt Du auch mal laufen?

Ich gehe in mein Studio, spiele ein bisschen am Klavier, setze mich an den Drumcomputer und mache Beats. Es kommt alles auf natürliche Weise aus mir heraus. Ich darf auf keinen Fall verkrampfen, sonst klappt es nicht. Wenn ich Musik mache, passiert alles von ganz alleine. Ich habe einen gewissen Bekanntheitsgrad und könnte auch gewollt Musik machen wie David Guetta. Ich wäre technisch in der Lage dazu und diese Art von Musik würde sich wahrscheinlich auch besser verkaufen. Aber das möchte ich einfach nicht. Die Leute sollen mir meinen Sound auf jeden Fall abnehmen.

Hast Du eine Lieblings-Kollaboration auf Deinem neuen Album?

Die Indie-Band Nörd bzw. der Sänger Leo sind mit zwei Tracks vertreten und das hat auch einen Grund: Die Zusammenarbeit war mega! Er konnte eine gewisse Traurigkeit und Melancholie umsetzen, die mir sehr gut gefallen hat.

Überlässt Du das Texten immer Deinen Gastsängern oder machst Du das auch mal selbst?

Ich kann nicht mal ein vierzeiliges Gedicht schreiben! Davon in ich also weit entfernt. Meine Sänger sollen eigenständige Künstler bleiben und aus dieser Symbiose entsteht etwas Neues, Spannendes. Manchmal war es so, dass ein Sänger meinem Instrumental eine ganz neue Richtung gegeben hat. Ich gebe schon Tipps, lasse ihnen aber ansonsten freie Hand.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Sänger aus, die auf Deinem Album zu hören sind?

Ich wähle nur Leute aus, die ich auch kenne und von denen ich weiß, dass sie menschlich cool sind. Ich setze nicht wie andere auf Namedroppings und hole mir möglichst bekannte Namen als Vokalisten, wie es zum Beispiel WestBam auf seinem letzten Album gemacht hat. Ich achte auch bei Stil vor Talent drauf, dass ich keine Prinzessinnen oder arrogante Menschen auf meinem Label habe, das ist mir unglaublich wichtig. Ich muss ja mit denen zusammen arbeiten und zusammen auftreten. Bodenständige und bescheidene Menschen sind mir sehr lieb.

Wie findest Du etwas über die Persönlichkeit eines Künstlers heraus, den Du interessant findest?

Im Moment müssen wir bei Stil vor Talent gucken, dass wir nicht zu schnell wachsen. Ich möchte nicht Gefahr laufen, dass ich Künstler zu schnell unter Vertrag nehme. Wenn uns einmal einer zusagt, laden wir ihn ins Büro ein, wir unterhalten uns und ich stelle ein paar Schlüsselfragen um zu sehen, was das für ein Charakter ist. Dann buche ich ihn meistens schon mal für eine Party im Watergate oder so und nötige ihn, bis zum nächsten Morgen zu bleiben und mit mir ein paar Bier zu trinken.

Leidet Dein Privatleben darunter, dass Du in so vielen Funktionen aktiv und unterwegs bist?

Über die Jahre lernt man, dass gutes Zeitmanagement alles ist und dass Rituale wichtig sind. Meine Wohnung ist nur fünfzig Meter vom Büro entfernt. Um zehn Uhr haben wir täglich ein Meeting, danach fahre ich zum Schlesischen Tor in mein Studio. Abends achte ich darauf, den Laptop und das iPhone wegzulegen und verbringe Zeit mit meiner Frau Fran und meinem Hund. Manchmal gucken wir einfach ganz plump Fernsehen und sonntags gehen wir auch gerne mal auf den Flohmarkt.

 

 

 

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