Emotionen pur dank der richtigen Musik

OneRepublicKennt Ihr das, wenn man in bestimmten Situationen eine ganz besondere Musik braucht? Kein Wunder, Musik hat einen großen Einfluss auf unsere Gefühlswelt und verstärkt bestimmte Emotionen. Damit wir Euch genau sagen können, mit welcher Musik Ihr Eure Gefühle steuern könnt, haben wir zusammen mit Jacob Jolij, Professor für Kognitive Psychologie und Neurowissenschaften an der Universität Groningen, verschiedenste Songs genauer betrachtet.

Den absoluten Gute-Laune-Schub gibt es mit „Happy Songs“ wie „Birthday“ von Katy Perry. Der Song ist in der Tonart Dur gespielt und sorgt mit schnellem Tempo, starkem Rhythmus und positiven Texten für die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin. Derartige Titel motivieren zusätzlich Euren Bewegungsdrang. Genau das Gegenteil bewirken Songs mit langsamen Tempo und der Tonart Moll. In melancholischen Stunden sind sie der richtige Begleiter. Bestes Beispiel ist hier „Someting I Need“ von One Republic.

Für Optimismus sind Lieder mit positiven Texten, wie „Best Day of My Life“von American Authors, bestens geeignet. Wenn Ihr allerdings Eurem Ärger Luft machen müsst, dann hört direkt David Guettas „Bad“ – mit einem hohen Tempo und starken Beats in Moll sind Titel dieser Art perfekt dafür. Und wenn Euch doch mal Eure Ängste einholen, könnt Ihr sie am besten mit langsamen, entspannenden Liedern in Dur überwinden, die Euch zuversichtlich stimmen, wie zum Beispiel Coldplays „Magic“.

Ihr seht, wir haben eine wahre Achterbahn der Gefühle für Euch vorbereitet, die Ihr Euch hier auch direkt anhören könnt!

 

Passende Musik für jede Stimmung findet Ihr übrigens auch in Browse unter „Genres und Stimmungen“. Schaut doch gleich mal rein! 

 

Finale oho: Deutsche Spotify Nutzer feiern Finaleinzug der Nationalelf

Die ganze Welt staunte nicht schlecht, als Müller & Co im Halbfinale am Dienstag Brasilien mit einem atemberaubenden 7:1 einfach an die Wand spielten und damit nicht nur WM-Rekorde, sondern auch die Herzen tausender brasilianischer Fans brachen.

Für alle Unterstützer der deutschen Nationalelf bot der Einzug ins Finale natürlich allen Grund zum Feiern – und wie Ihr gefeiert habt!

Wie schon bei zwei vergangenen WM-Spielen haben wir auch bei diesem Halbfinale einen Blick auf das Nutzungsverhalten von Spotify Fans in Brasilien und Deutschland vor, während und nach dem Spiel geworfen. Wie zu erwarten war, nahm die Anzahl der Hörer in beiden Ländern mit Beginn des Spiels deutlich ab – ab diesem Zeitpunkt legten die meisten von Euch die Kopfhörer beiseite, um der Partie gebannt zu folgen. Wie die rote Linie in der Grafik verdeutlicht, stiegen mit Spielende die Hörerzahlen schlagartig wieder an – ganz Deutschland feierte den Finaleinzug, obwohl es schon Mitternacht war.

Währendessen trösteten sich die Brasilianer mit Musik über die Niederlage hinweg – wie an der gelben Linie zu erkennen ist, stieg auch hier die Spotify-Nutzung nach dem Spiel stark an. Jedoch hörten sie längst nicht so viel wie an den vorherigen Abenden.Germany vs. Brazil: A study in listening patterns
Die Grafik stellt das Hörverhalten der Spotify Nutzer in Deutschland und Brasilien vom Tag vor dem Halbfinale bis zum nächsten Morgen dar.

Wir zeigen viel Mitgefühl mit den Brasilianern – hier findet Ihr die passende Playlist:

Ed Sheeran bricht Streaming-Rekorde

Ed_Sheeran
Mit seinem Song „I See Fire“ verzauberte Ed Sheeran Ende letzten Jahres bereits Millionen von Fans. Jetzt setzt der Brite noch einen drauf: Mit seinem neuen Album „X“ hat der Sänger nur eine Woche nach der Veröffentlichung am 23. Juni zwei Streaming-Rekorde auf Spotify gebrochen.

Mit rund 24 Millionen Streams in einer Woche ist „X“ das weltweit meistgestreamte Album in der Geschichte von Spotify. Damit verweist der Brite den amerikanischen Rapper Eminem auf Platz zwei, der mit seinem Album „The Marshall Mathers LP 2“ rund 23 Millionen Streams in 7 Tagen verzeichnen konnte.

Den zweiten Rekord stellt Ed Sheeran in Großbritannien auf. Hierläuft „X“ bei den Fans hoch und runter und ist mit mehr als 6,2 Millionen Streams in der ersten VÖ Woche das bislang meistgestreamte Album auf Spotify in Großbritannien. Bisherige Streaming-Rekordhalter waren Daft Punk, die im vergangenen Jahr mit ihrem Erfolgsalbum „Random Access Memories“ über 6,1 Millionen Streams in Großbritannien erzielten.

Wenn Ihr das Album noch nicht gehört habt, könnt Ihr das hier direkt nachholen:

Douglas Dare: „Douglas singt unentwegt während des Unterrichts!”


Spotify Office Session

Schon der Soundcheck zur Office Session lässt uns in Verzückung geraten: Douglas Dare sitzt kerzengerade hinter seinem Piano und erfüllt den Raum mit einer traurigen Melodie und seiner wunderschönen, zerbrechlichen Stimme. „Let me read again, the letters that you’ve sent”, haucht er ins Mikrofon, bevor er ein herzergreifendes  „Caroline wrote to me every day” anstimmt und den Anwesenden der Atem stockt. Wir stellen uns darauf ein, einen melancholischen Künstler zu treffen. Als wir uns wenige Minuten später gemeinsam auf die Couch setzen, sind wir erstaunt: Douglas Dare ist eine Frohnatur, lacht viel und erzählt amüsante Anekdoten aus seiner Kindheit:

Warst Du ein guter Schüler?

Ich sang sehr oft in der Klasse und wurde deshalb zurechtgewiesen. Einmal musste ich sogar einen Brief mit nach Hause nehmen in dem stand: „Douglas singt unentwegt während des Unterrichts!” Besonders in Lebensmitteltechnologie war mir so langweilig, dass ich häufig lauthals los sang, bis meine Schulkameraden und Lehrer genervt von mir waren. Manchmal schlich ich mich auch aus der Klasse, um in das Musikzimmer zu gehen.

Warum?

Ich spielte in jeder freien Sekunde Klavier. Deshalb war ich nie mit den anderen Kindern auf dem Spielplatz. Manchmal besuchten mich Freunde, wir sangen gemeinsam und gründeten sogar unseren eigenen Musikclub. Wenn ich darüber nachdenke, dann aß ich sogar mein Mittagessen im Musikzimmer. Damals komponierte ich Instrumentalmusik, erst später schrieb ich richtige Songs, mit 18 dann, als ich auf die Musikuniversität in Liverpool ging.

„Caroline” ist ein herzzerreißendes Lied über eine unerfüllte Liebe. Ist es autobiographisch inspiriert?

Die Geschichte ist komplett erfunden. Jemand findet längst vergessene Briefe und erinnert sich an eine junge Frau namens Caroline, die er geliebt hat. Es geht in dem Song darum, sich an diese verlorene Liebe zu erinnern. Für mich ist „Caroline” ein Schlüsselsong, er veranschaulicht meine Entwicklung als Songwriter und Geschichtenerzähler.

Du erzählst Geschichten, die zum Teil weit in der Vergangenheit liegen. Schmökerst Du in dicken Historienwälzer, um Dir Inspiration zu holen?

In unserer Generation ist das Internet ein nicht versiegen wollender Quell an Informationen. Manchmal entzünden aber auch Filme, Dokumentationen und Zeitungsartikel ein Interesse in mir. Oder aber ein Ausstellungsplakat, wie es bei meinem Song „London’s Rose” der Fall ist. Es hing in der U-Bahn und ich war sofort angetan. Nachdem ich die Ausstellung gesehen hatte, schrieb ich den Song über die Londoner U-Bahn, die während des Zweiten Weltkrieges als Luftschutzbunker verwendet wurde.

Stimmt es, dass Du Tür an Tür mit PJ Harvey gewohnt hast?Douglas_Dare_01

Dort, wo ich aufgewachsen bin, bedeutet „Tür an Tür” ein paar Kilometer weiter auf der nächsten Farm. Wir hatten keine direkten Nachbarn, aber Polly Jean lebte die Straße hoch. Erst auf der Universität wurde mir ihre internationale Berühmtheit vor Augen geführt. Dabei traf ich sie doch im Supermarkt, wenn sie Milch kaufte… Es inspirierte mich, dass jemand aus dem selben Bauerndorf wie ich in die Welt hinausgezogen war, um erfolgreich Musik zu machen.


Was war die erste Platte, die Du Dir gekauft hast?

Mit acht besorgte ich mir von meinem Taschengeld eine Kassette von Burt Bacharachs Greatest Hits. Das war damals das einzige, was ich mir leisten konnte. Erst eine gefühlte Ewigkeit später bemerkte ich, was für eine großartige Platte das war. Mein erster gezielter Kauf war ColdplaysParachutes”. Nachdem ich „Trouble” und „Yellow” im Radio gehört hatte, wollte ich dieses Album unbedingt besitzen.

Und was war die schlechteste Platte, die Du Dir jemals gekauft hast?

(überlegt lange, druckst herum)  Da fällt mir schon eine ein, aber ich möchte hier niemanden vor den Kopf stoßen, der den Künstler oder die Platte toll findet. Ich gehe oft in meinen lokalen Plattenladen und hole mir neue Alben, manche davon sind weniger gut. Ein Guilty-Pleasures-Album ist das von Aqua. Es ist schrecklich, aber macht irgendwie auch Spaß.

Du wirst im Sommer einige Festival-Shows spielen. Freust Du Dich darauf?

Ich liebe Festivals und würde gerne noch mehr davon spielen. Viele Jahre war ich als Besucher auf Festivals. Als ich plötzlich als Künstler gebucht wurde und Backstage durfte, war das ein riesen Spaß.

Welche Backstage-Begegnung ist Dir besonders in Erinnerung geblieben?

Wir spielten auf dem Phil Day Festival in London und ich traf James Blake. Das war zu einem Zeitpunkt, als er gerade so richtig durchstartete. Er ist total groß und ich bin ziemlich klein. Ich erinnere mich daran, dass mir das ein bisschen peinlich war. (lacht)

Die letzte Frage stellen wir fast immer: Was ist Dein Lieblingsgeräusch?

Ich liebe das Geräusch, wenn ein Auto über Kies fährt.

Vielen Dank, Douglas, wir freuen uns sehr auf Deine Spotify Session!

 

Pharrell macht uns happy!

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Auch, wenn das Wetter derzeit alles andere als viel versprechend ist: Der Sommer kommt bestimmt und mit ihm tolle Musik, die glücklich macht. Wir haben uns auf die Suche nach den besten Gute-Laune-Songs begeben, weltweit tausende Playlists mit dem Titel „Happy” durchforstet und sind fündig geworden.

Naheliegend, dass Pharell Williams Hit „Happy” die Mehrheit dieser Listen und somit auch unser Ranking anführt. Er ist der König der Feelgood-Tracks, dicht gefolgt von der New Yorker Indie-Rock-Band American Authors und ihrer Hymne „Best Day Of My Life.” Bronze bekommt die hierzulande noch unbekannte Band Fitz and The Tantrums mit ihrem Ohrwurm „The Walker”, der alle Zutaten eines standesgemäßen Sommersongs vereint. Clean Bandit und ihre Nummer-1-Single „Rather Be” versprühen auf Platz vier Heiterkeit und Wohlbehagen.

Die Top 10 Songs zum Thema „Happy” sind:

  1. Happy  - Pharrell Williams
  2. Best Day Of My Life – American Authors
  3. The Walker – Fitz and The Tantrums
  4. Rather Be – Clean Bandit feat. Jess Glynn
  5. Digital Witness – St. Vincent
  6. Safe and Sound – Capital Cities
  7. Summer – Calvin Harris
  8. Sponge Won’t Soak – Wild Moccasins
  9. Come Home – Chappo
  10. Pompeii – Bastille

Diese und viele weitere glückliche Songs findet Ihr in unserer Playlist „Happy Songs”:

 

 

 

 

GusGus: Back to the 80s

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GusGus gelten als Veteranen der elektronischen Tanzmusik. 1995 in Reykjavik gegründet, veröffentlichte die Band auf verschiedenen Indie-Labels und mit wechselnder Besetzung acht Alben. Heute erscheint auf dem Kölner Elektro-Label Kompakt Album Nummer neun: „Mexico”. Die Isländer erwecken darauf die Achziger zu neuem Leben. Birgir „Biggi” Pórarinsson, der für den Sound der Band verantwortlich ist, verriet uns mehr über die neue Platte und stellte zwei Playlists mit seinen größten musikalischen Einflüssen zusammen.

Hi Biggi, was genau ist Deine Aufgabe in der Band GusGus?
Ich bin Produzent. Falls mal absolute Not am Mann ist, kann ich auch ein paar Vocals singen, aber normalerweise hämmere ich die Tasten meines Keyboards. Dieses ist entweder mit einem Modular Synthesizer oder mit Drum Samples verbunden. Gemeinsam mit meinen Freunden arrangieren wir aus dem „Gehämmere” dann Songs.

Wenn Euer neues Album „Mexico” eine Landschaft wäre, wie sähe diese aus?
Wie der Berg Esja, der sich über meiner Heimatstadt Reykjavik erhebt. Ich kann mich nicht an ihm sattsehen. Jedes Mal, wenn ich ihn anblicke, entdecke ich neue Details.

Euer letztes Album, „Arabian Horse”, wurde in einem kleinen Landhaus in einer isländischen Lavawüste aufgenommen. Wurde das für „Mexico” auch in Anspruch genommen?
Ja, einen Teil des Albums produzierten wir in diesem kleinen Ferienhaus im isländischen Hochland. Die Basis der Songs „Crossfade”, „Sustain” und „Another Life” entstand dort. Fertiggestellt wurden sie, wie alle anderen Nummern auch, in unserer wundervollen Heimatstadt Reykjavik. Zwei Tracks auf dem Album entstanden aus zehn Jahre alten Demos.

Was ist Dein Lieblingssong auf dem Album?
Das ist der Song „Sustain”. Ich bin sehr vom New Wave Sound der frühen 80er beeinflusst, das spiegelt sich in dieser Nummer wider. Sie klingt so, als hätte damals jemand vergessen, sie zu schreiben. Aber eigentlich sind alle Lieder auf dem Album meine Lieblingssongs. Mein einziges Ziel ist es, immer wieder mein nächstes Lieblingsalbum zu schreiben.

Nächstes Jahr feiert die Band ihr 20-jähriges Jubiläum. Hattet Ihr von Anfang an die Vision eines Projekts mit Geschichte und Tradition?
Wir hatten absolut keine Vision. Meine Kumpels und ich waren viel zu sehr damit beschäftigt unsere Musik weiter zu entwickeln und haben uns nicht mit der Frage beschäftigt, wo wir unsere Band in 20 Jahren sehen.

Was ist der beste Weg, um Jubiläen zu feiern?
Ein Negroni, oder vielleicht auch zwei davon.

In Eurem Pressetext steht, Euer neues Album sei „ein weiterer Schritt in die Zukunft hymnischen Pops.” Was ist die beste Pophymne aller Zeiten?
Uff…. das ist ganz schön schwer, es gibt viel zu viel großartiges Zeug da draußen. Jedes Jahrzehnt ist vollgepackt mit atemberaubend guter Musik, die auch heute noch Relevanz hat. Aber lass mich nachdenken: Eine Pophymne braucht auf jeden Fall eine gleichförmige Bass Drum, Percussion, die Laune macht, eine funky Bass Line, eingängie Synthies, einen homosexuellen Sänger und dumme Texte über Liebe. Das trifft alles auf „Lady of Ice” von Fancy zu.

Du hast mit „My Way to Early Influences” und „Early Influences” zwei tolle Playlisten kompiliert, die mit uns in die 80er Jahre zurückreisen.
Ich habe in den Tiefen Spotifys nach meinen frühen musikalischen Einflüssen gegraben und ihnen in meinen Playlists neues Leben eingehaucht.

Was ist Dein Lieblings-Geräusch?
Das Brummen meines ARP 2600 Synthesizers.

In Folge erklärt Biggi für normale Menschen völlig unverständliche Dinge von „Lin FM Eingängen” und „Ring Mods”. Jedes Geräusch motiviert ihn zu neuen Soundexperimenten. Einige tolle Resultate dieser Experimente gibt es auf dem neuen Album namens „Mexico” zu hören.

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HUNDREDS: Soundtüftler aus Hamburg

SpotifyDie Hamburger Geschwister Eva und Philipp Milner lassen Privates lieber außen vor und stattdessen ihre Musik für sich sprechen: Hundreds bieten sphärische Arrangements, minimalistische Elektronik und große Popmomente. Mit ihrem neuen Album „Aftermath” im Gepäck haben uns Eva und Philipp Milner Anfang März einen Besuch im Berliner Office abgestattet und eine Spotify Session performt.

In ungewohntem Rahmen boten Hundreds eine hochkonzentrierte Show: Eva am Gesang, der studierte Jazz-Pianist Philipp an den Tasten und ein dritter Musiker als elektronische Unterstützung. „Es war wie eine Mischung aus Akustik-Show und richtigem Konzert”, sagte Eva sichtlich entspannt, als sie sich zu uns auf die Couch setzt. „Anfangs fühlte es sich ein bisschen ungewohnt an, ein Konzert bei Tageslicht und Zimmerlautstärke zu geben. Normalerweise wackelt die Bühne von den Bässen”, fügt ihr älterer Bruder Philipp hinzu und nimmt neben Eva Platz.

Gerade haben sie von dem Top 50 Charteinstieg ihres zweiten Albums „Aftermath” erfahren und freuen sich über diesen beachtlichen Erfolg für eine, wie sie selbst sagen, kleine Indie-Band. Vier ganze Jahre ließen sie sich Zeit, um einen Nachfolger zu ihrem vielbeachteten Debütalbum „Hundreds” zu veröffentlichen. „Bei uns ist das alles ein Prozess”, erklärt Eva die Tüftelei im Studio, „wir sind Musiker, Songwriter und Produzenten in einer Person – das ist ein sehr vielschichtiges Arbeiten.” Manchmal dauere es Monate bis zur Fertigstellung einer Nummer. Andere schaffen es erst gar nicht auf ein Album: „Manche Songs funktionieren einfach nicht. Wir brauchen die Bereitschaft, den Song immer und immer wieder hören zu können. Wenn er nach dem 20. Mal nervt, dann machen wir lieber ein neues Lied.”

SpotifyApropos Songwriting! Wir stellen eine Nerd-Frage, die uns schon schlaflose Nächte bereitet hat: Ist die Ähnlichkeit zwischen der Twin Peaks Titelmelodie und dem Intro des Songs „Circus” eigentlich eine bewusste Hommage oder reiner Zufall? Philipp lacht: „Das war tatsächlich keine Absicht! Jemand von unserem Label hat uns erstmals darauf aufmerksam gemacht. In meinem Alter kann man schlecht behaupten, Twin Peaks nicht zu kennen. Aber ich habe mir die Serie wirklich erst später angesehen und finde sie wirklich gut, spannend und gruselig.” Wir finden auch: Twin Peaks und Hundreds, das passt eigentlich.

Gegen Ende des Gesprächs wird es dann noch ein bisschen privater: Hundreds bezeichnen sich als „klassischer Familienbetrieb” und dieser geht über die Band hinaus: „Alle machen so ein bisschen mit”, erzählt Eva. „Wir haben in Philipps Wohnhaus aufgenommen, da ist auch seine Familie beteiligt. Auch meine kleine Familie hilft mal mit – das ist schon ein Projekt, das auf viele kleine Bereiche abstrahlt.” „Wir kriegen auch viel guten Zuspruch von unseren Eltern”, fügt Philipp hinzu. Er schmunzelt: „Allerdings haben wir auch erst relativ spät mit der Band begonnen. Wenn wir mit 17 gesagt hätten, dass wir Stars werden wollen, hätten sie vielleicht schon anders geguckt.”

Vermutlich sind Evas und Philipps Eltern sehr stolz, wenn sie sich die bezaubernde Office Session ihrer Kinder anhören. Wir freuen uns jedenfalls, so tolle Gäste gehabt zu haben.

 

 

 

THE HEAD AND THE HEART: „Die Szene in Seattle ist ein sehr nahrhafter Boden für Musiker.”

The Head And The Heart Spotify Session BerlinIm Zuge ihrer letzten Europa-Tour haben uns die US-amerikanischen Folk-Rocker The Head And The Heart einen Besuch im Berliner Office abgestattet. Die Vorfreude auf das Sextett war groß, und die fünf Herren und die Dame aus Seattle wurden ihrem Ruf als exzellente Liveband absolut gerecht.Ganz besonders ragt der dreistimmige Gesang der Sänger Jonothan, Josiah und Charity heraus, der gepaart mit den eingängigen Harmonien und Melodien ein energetisches Gesamtkunstwerk ergibt. Bevor The Head And The Heart die bis zum letzten Quadratzentimeter mit Instrumenten vollgestellte Bühne betreten, setzen wir uns mit Jonathan Russel in eine ruhige Ecke, um über die Band zu plaudern.

Es ist nicht Euer erstes Mal in Deutschland. Welche Erfahrungswerte oder gar Klischees kommen Dir in den Sinn, wenn Du an das deutsche Publikum denkst?

Natürlich ist ein Klischee nie zu einhundert Prozent wahr, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das deutsche Publikum sehr zurückhaltend ist. Das ist ein großer Unterschied zu den USA, wo Menschen zu unserer Musik abgehen, auch wenn sie uns nicht kennen. Wir haben live sehr viel Energie und wenn diese nicht erwidert wird, dann ergibt das einen fühlbaren Kontrast. Wenn sich die Menschen im Publikum zu Deiner Musik bewegen, bekommst Du als Musiker die Gewissheit, etwas richtig zu machen. Ist das nicht der Fall – wie in Deutschland – dann wird man unsicher und fragt sich: „Mögen die unsere Musik überhaupt?” Aber nach der Show kommen dann Leute auf uns zu, sagen, dass ihnen das Konzert gefallen hat und sind sehr wohlwollend. Das ist einfach ein kultureller Unterschied.

Die Anfänge von The Head And The Heart sind in einer Bar in Seattle zu verorten, wo Ihr bei Open-Mic-Veranstaltungen aufgetreten seid. Was war das für eine Zeit?

Damals waren wir noch keine vollständige Band – nur Josiah, der andere Sänger von The Head And The Heart, Painist Kenny und ich. In jeder freien Minute haben wir uns im Proberaum verschanzt, sind dann an die Arbeit gegangen und haben uns nachts bei Open-Mic-Sessions getroffen. Wir haben bemerkt, dass wir einen Ticken mehr Applaus bekommen als die anderen Künstler und dass unsere Songs und die Art, wie wir spielten, beim Publikum größeren Anklang fand. Das hat uns in unserem Selbstbewusstsein bestärkt. Die Szene in Seattle ist ein sehr nahrhafter Boden für Musiker. Vielleicht wären wir in New York, Nashville oder Chicago nie so weit gekommen, wer weiß.

Jonathan Russel, The Head And The HeartSeattle ist für Musiker ein mystischer Ort, immerhin wurde die Grunge-Bewegung dort gestartet. Dennoch kommen die wenigsten USA-Reisenden dort hin…

Seattle ist buchstäblich das genaue Gegenteil von Florida, dem Bundesstaat, in dem ich aufgewachsen bin. Ich war davor noch nie an der Westküste, deshalb fühlte sich die Stadt anfangs sehr surreal an, beinahe wie ein komplett anderes Land. Ich kam im Februar an, es regnete durchgehend und war um halb fünf Uhr abends schon dunkel. Ich fühlte mich miserabel, deprimiert und war komplett pleite. Solche Situationen können für Musiker sehr inspirierend sein. Ich habe viel Wein getrunken, bin nachts mit Kopfhörern durch die Straßen gezogen und habe Songs geschrieben.

Muss hart gewesen sein, von Florida ins verregnete Seattle zu ziehen.

Ja, aber nicht nur wegen des Wetters, es gibt auch Unterschiede in der Mentalität der Menschen. Ich war ein kleiner Junge vom Land und sehr naiv. In Virginia wird man von jedermann auf der Straße gegrüßt, in Seattle ist das anders: Es dauert hier eine Zeit, bis sich die Menschen öffnen und man mit ihnen ins Gespräch kommen kann. Als Musiker hat man es da ein bisschen leichter, man ist schnell Teil einer Community.

Seit der Veröffentlichung Eures Debütalbums in 2011 habt Ihr Euch eine große Fangemeinde erarbeitet. Das spiegelt sich auch in den Streams auf Spotify wider: „Lost In My Mind” wurde bereits über 8 Millionen Mal gestreamt.

Was, echt? Das wusste ich gar nicht! Ich nehme an, das ist ein gutes Zeichen. Ich bin kein Technologie getriebener Mensch und beschäftige mich nicht mit solchen Dingen. Aber ich weiß, dass viele Menschen Streamingdienste nutzen um neue Musik zu entdecken.

Wo entdeckst Du neue Musik?

Meistens durch Mundpropaganda, obwohl ich zugeben muss, dass mich neue Bands eigentlich nicht interessieren und deshalb viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss. Es gab so viele großartige Künstler vor unserer Zeit, ich stehe total auf alten Jazz. Ein guter Weg, sich mit Jazz zu befassen, ist Bücher zu lesen. Ich habe in der Biografie über Miles Davis mehr über John Coltrane und Charles Mingus erfahren und angefangen, mich mit diesen Musikern zu beschäftigen.

Ich konnte vorhin einen Blick auf Eure Setliste erhaschen. Ihr beginnt die Office Session heute mit „Another Story”. Was ist die Geschichte hinter diesem Song?

Dieser Song ist einer, der mir besonders wichtig ist. Die Entstehungsgeschichte ist sehr traurig: Es geht um einen Amoklauf in einer Grundschule in New Haven, Connecticut.Die öffentlichen Radiostationen haben nach dem Massaker wochenlang darüber berichtet und viele Interviews mit Eltern gesendet. Zwischendurch musste ich einfach das Radio ausschalten, weil es mich so mitgenommen hat. Ich wollte etwas tun, einen hilfreichen Beitrag leisten, also begann ich diesen Song zu schreiben. Nachdem „Another Story” veröffentlicht war, haben wir einige E-Mails von Eltern erhalten, die ihre Kinder verloren hatten. Es war ein sehr ernüchterndes Gefühl, das schwer in Worte zu fassen ist. Man konnte ihre Stimmen förmlich durch ihre E-Mails hören. Fast hätte ich den Song nicht fertig gemacht, weil ich daran zweifelte, ob ich überhaupt ein Recht dazu hatte.

Danke für das Gespräch, Jonathan, wir freuen uns schon sehr auf Eure Office Session!

 

 

Kollegah stellt deutsche Streaming-Rekorde auf

Kollegah_2014Kollegah zeigt Deutschland, wer der Boss ist: Sein neues Album „King“ erreichte in der ersten Woche nach Veröffentlichung unglaubliche 10,9 Millionen Streams – diese Zahlen kann bislang kein anderes Album im deutschsprachigen Raum im gleichen Zeitraum vorweisen.

Dass Kollegahs „bosshafte“ Tracks gut bei Euch ankommen, zeigt sich auch in den Spotify-Top 50 Single-Charts – hier ist er mit 14 Titeln gleichzeitig vertreten. Zudem habt Ihr ihm zu einem neuen Weltrekord verholfen: Mehr als 42.000 Fans haben sich vergangene Woche zu einem Soundrop-Chat mit dem Boss auf Spotify eingeloggt – so viele Teilnehmer gab es in einem Soundrop-Raum noch nie!

 

 

 

 

 

10 Millionen Abonnenten!

Wir freuen uns, Euch heute einen ganz besonderen Meilenstein zu verkünden: Wir haben jetzt 10 Millionen Premium Kunden und mehr als 40 Millionen aktive Nutzer in unseren 56 Ländern! Wow! Wir danken Euch, den tausenden Künstlern und Millionen von Musikfans weltweit, die uns dabei geholfen haben, diesen Punkt zu erreichen.  Zur Feier des Tages haben wir eine schöne Infografik für Euch erstellt:

Spotify - Celebrate - 10Million - Guitar - Rev07-01

Was für eine Reise!

Vielen Dank an Euch alle, für das was Ihr mit uns zusammen aufgebaut habt. Und dafür, dass Ihr mit uns gemeinsam wachst und Spotify zum Soundtrack Eures Lebens macht!