So habt Ihr rund um das WM-Finale 2014 gestreamt

Was für ein Final-Tag und was für ein Ergebnis: Deutschland ist Fußball WELTMEISTER! Zu diesem besonderen Tag haben wir uns Mal angesehen, wann Ihr rund um das WM-Finale die Boxen aufgedreht habt.

Grafik_SpotifyStreams_WMFinale2014

Wie die Daten in der Grafik zeigen, habt Ihr Euch schon vor dem Spiel gegen die argentinische Mannschaft weltmeisterlich eingestimmt und die Stimmung mit Musik ordentlich angeheizt. Bei den Argentiniern hingegen schien die Anspannung hoch. Dort hörten Spotify Nutzer mit Blick auf die durchschnittlichen Streaming-Zahlen relativ wenig Musik.

Während des Finales herrschte natürlich absolute Konzentration. Die Halbzeitpause habt Ihr genau wie die Argentinier genutzt, um die Anspannung mit Musik abzuschütteln – in beiden Ländern stiegen die Streams in dieser Zeit noch einmal an. Nach dem Abpfiff gab es dann kein Halten mehr: Viele von Euch trieb es trotz später Stunde raus auf die Straße, um dort gemeinsam mit tausend anderen den Sieg zu feiern. Natürlich durfte dabei der Song „Auf uns“ von Andreas Bourani nicht fehlen, der innerhalb der ersten Stunde nach Abpfiff am häufigsten in Deutschland gestreamt wurde. Welche Songs noch nach dem Sieg liefen, könnt Ihr in unserer Top10 Playlist hören:

 

Übrigens: Die Argentinier haben sich nicht etwa mit melancholischen, sondern mit aufbauenden Songs über die Niederlage hinweggetröstet. Hört hier die Top10 der meistgestreamten Songs in der Stunde nach dem Abpfiff in Argentinien:

Emotionen pur dank der richtigen Musik

OneRepublicKennt Ihr das, wenn man in bestimmten Situationen eine ganz besondere Musik braucht? Kein Wunder, Musik hat einen großen Einfluss auf unsere Gefühlswelt und verstärkt bestimmte Emotionen. Damit wir Euch genau sagen können, mit welcher Musik Ihr Eure Gefühle steuern könnt, haben wir zusammen mit Jacob Jolij, Professor für Kognitive Psychologie und Neurowissenschaften an der Universität Groningen, verschiedenste Songs genauer betrachtet.

Den absoluten Gute-Laune-Schub gibt es mit „Happy Songs“ wie „Birthday“ von Katy Perry. Der Song ist in der Tonart Dur gespielt und sorgt mit schnellem Tempo, starkem Rhythmus und positiven Texten für die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin. Derartige Titel motivieren zusätzlich Euren Bewegungsdrang. Genau das Gegenteil bewirken Songs mit langsamen Tempo und der Tonart Moll. In melancholischen Stunden sind sie der richtige Begleiter. Bestes Beispiel ist hier „Someting I Need“ von One Republic.

Für Optimismus sind Lieder mit positiven Texten, wie „Best Day of My Life“von American Authors, bestens geeignet. Wenn Ihr allerdings Eurem Ärger Luft machen müsst, dann hört direkt David Guettas „Bad“ – mit einem hohen Tempo und starken Beats in Moll sind Titel dieser Art perfekt dafür. Und wenn Euch doch mal Eure Ängste einholen, könnt Ihr sie am besten mit langsamen, entspannenden Liedern in Dur überwinden, die Euch zuversichtlich stimmen, wie zum Beispiel Coldplays „Magic“.

Ihr seht, wir haben eine wahre Achterbahn der Gefühle für Euch vorbereitet, die Ihr Euch hier auch direkt anhören könnt!

 

Passende Musik für jede Stimmung findet Ihr übrigens auch in Browse unter „Genres und Stimmungen“. Schaut doch gleich mal rein! 

 

Finale oho: Deutsche Spotify Nutzer feiern Finaleinzug der Nationalelf

Die ganze Welt staunte nicht schlecht, als Müller & Co im Halbfinale am Dienstag Brasilien mit einem atemberaubenden 7:1 einfach an die Wand spielten und damit nicht nur WM-Rekorde, sondern auch die Herzen tausender brasilianischer Fans brachen.

Für alle Unterstützer der deutschen Nationalelf bot der Einzug ins Finale natürlich allen Grund zum Feiern – und wie Ihr gefeiert habt!

Wie schon bei zwei vergangenen WM-Spielen haben wir auch bei diesem Halbfinale einen Blick auf das Nutzungsverhalten von Spotify Fans in Brasilien und Deutschland vor, während und nach dem Spiel geworfen. Wie zu erwarten war, nahm die Anzahl der Hörer in beiden Ländern mit Beginn des Spiels deutlich ab – ab diesem Zeitpunkt legten die meisten von Euch die Kopfhörer beiseite, um der Partie gebannt zu folgen. Wie die rote Linie in der Grafik verdeutlicht, stiegen mit Spielende die Hörerzahlen schlagartig wieder an – ganz Deutschland feierte den Finaleinzug, obwohl es schon Mitternacht war.

Währendessen trösteten sich die Brasilianer mit Musik über die Niederlage hinweg – wie an der gelben Linie zu erkennen ist, stieg auch hier die Spotify-Nutzung nach dem Spiel stark an. Jedoch hörten sie längst nicht so viel wie an den vorherigen Abenden.Germany vs. Brazil: A study in listening patterns
Die Grafik stellt das Hörverhalten der Spotify Nutzer in Deutschland und Brasilien vom Tag vor dem Halbfinale bis zum nächsten Morgen dar.

Wir zeigen viel Mitgefühl mit den Brasilianern – hier findet Ihr die passende Playlist:

Ed Sheeran bricht Streaming-Rekorde

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Mit seinem Song „I See Fire“ verzauberte Ed Sheeran Ende letzten Jahres bereits Millionen von Fans. Jetzt setzt der Brite noch einen drauf: Mit seinem neuen Album „X“ hat der Sänger nur eine Woche nach der Veröffentlichung am 23. Juni zwei Streaming-Rekorde auf Spotify gebrochen.

Mit rund 24 Millionen Streams in einer Woche ist „X“ das weltweit meistgestreamte Album in der Geschichte von Spotify. Damit verweist der Brite den amerikanischen Rapper Eminem auf Platz zwei, der mit seinem Album „The Marshall Mathers LP 2“ rund 23 Millionen Streams in 7 Tagen verzeichnen konnte.

Den zweiten Rekord stellt Ed Sheeran in Großbritannien auf. Hierläuft „X“ bei den Fans hoch und runter und ist mit mehr als 6,2 Millionen Streams in der ersten VÖ Woche das bislang meistgestreamte Album auf Spotify in Großbritannien. Bisherige Streaming-Rekordhalter waren Daft Punk, die im vergangenen Jahr mit ihrem Erfolgsalbum „Random Access Memories“ über 6,1 Millionen Streams in Großbritannien erzielten.

Wenn Ihr das Album noch nicht gehört habt, könnt Ihr das hier direkt nachholen:

Spotify füllt Eure Abende mit Musik – neuen Browse-Kategorien „Abendessen“ und „Schlafen“

DinnerAndSleep

Um Euch die besten Songs für den Tag zu empfehlen, stellen wir Euch auf Browse verschiedene Playlists, die perfekt auf Situationen und Anlässe zugeschnitten sind, vor. Ob beim Autofahren, Joggen oder Arbeiten – die perfekte Musik habt Ihr so immer mit dabei. Ab sofort auch beim Abendessen und beim Schlafengehen!

Wir finden, dass diese beiden Zeitpunkte mit zu den wichtigsten Musikmomenten am Tag gehören, denn hier lasst Ihr den Stress hinter Euch. Um Euch diese Zeiten noch schöner zu gestalten, haben wir dafür eigene Kategorien unter dem Browse-Tab „Genres und Stimmungen“ angelegt.

Der Soundtrack für Euer perfektes Dinner
Beim Abendessen findet Ihr nach Feierabend endlich Zeit für Euch und Eure Liebsten. Egal ob ein kleiner Snack aus dem Kühlschrank oder ein selbst zubereitetes Festmahl – jetzt gilt es, eine wohlverdiente Mahlzeit so richtig zu genießen. Und wir haben die passende musikalische Untermalung dazu: „The Perfect Italian Dinner“ ist der Soundtrack für Liebhaber der italienischen Küche, für Grill-Fans gibt es eine Auswahl heißer Barbecue Playlists und auch für eine edle Abendtafel ist die richtige Musik bereits vorbereitet.

Der Soundtrack für gesunden Schlaf

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Der Körper braucht sein nächtliches Regenerationsprogramm, es steigert die Leistungsfähigkeit und sorgt für Wohlbefinden. Um einen tiefen, erholsamen Schlaf zu gewährleisten, sollte man Rituale pflegen, die entspannen und die Alltagssorgen wegwischen, wie lesen, meditieren oder eben Musik hören. In der neuen Browse-Kategorie „Schlafen” findet Ihr ab sofort viele passende Playlists, die für die richtige Entspannungs- und Schlafatmosphäre sorgen: Träumt Euch weit weg, wiegt Euch friedlich in den Schlaf oder streichelt die Synapsen mit Klängen aus der Natur. Probiert es doch einfach einmal aus!

Hier geht’s zum Spotify Browse-Tab: https://play.spotify.com/browse

Wir sagen schon mal „Guten Appetit“ und „Gute Nacht“!

Douglas Dare: „Douglas singt unentwegt während des Unterrichts!”


Spotify Office Session

Schon der Soundcheck zur Office Session lässt uns in Verzückung geraten: Douglas Dare sitzt kerzengerade hinter seinem Piano und erfüllt den Raum mit einer traurigen Melodie und seiner wunderschönen, zerbrechlichen Stimme. „Let me read again, the letters that you’ve sent”, haucht er ins Mikrofon, bevor er ein herzergreifendes  „Caroline wrote to me every day” anstimmt und den Anwesenden der Atem stockt. Wir stellen uns darauf ein, einen melancholischen Künstler zu treffen. Als wir uns wenige Minuten später gemeinsam auf die Couch setzen, sind wir erstaunt: Douglas Dare ist eine Frohnatur, lacht viel und erzählt amüsante Anekdoten aus seiner Kindheit:

Warst Du ein guter Schüler?

Ich sang sehr oft in der Klasse und wurde deshalb zurechtgewiesen. Einmal musste ich sogar einen Brief mit nach Hause nehmen in dem stand: „Douglas singt unentwegt während des Unterrichts!” Besonders in Lebensmitteltechnologie war mir so langweilig, dass ich häufig lauthals los sang, bis meine Schulkameraden und Lehrer genervt von mir waren. Manchmal schlich ich mich auch aus der Klasse, um in das Musikzimmer zu gehen.

Warum?

Ich spielte in jeder freien Sekunde Klavier. Deshalb war ich nie mit den anderen Kindern auf dem Spielplatz. Manchmal besuchten mich Freunde, wir sangen gemeinsam und gründeten sogar unseren eigenen Musikclub. Wenn ich darüber nachdenke, dann aß ich sogar mein Mittagessen im Musikzimmer. Damals komponierte ich Instrumentalmusik, erst später schrieb ich richtige Songs, mit 18 dann, als ich auf die Musikuniversität in Liverpool ging.

„Caroline” ist ein herzzerreißendes Lied über eine unerfüllte Liebe. Ist es autobiographisch inspiriert?

Die Geschichte ist komplett erfunden. Jemand findet längst vergessene Briefe und erinnert sich an eine junge Frau namens Caroline, die er geliebt hat. Es geht in dem Song darum, sich an diese verlorene Liebe zu erinnern. Für mich ist „Caroline” ein Schlüsselsong, er veranschaulicht meine Entwicklung als Songwriter und Geschichtenerzähler.

Du erzählst Geschichten, die zum Teil weit in der Vergangenheit liegen. Schmökerst Du in dicken Historienwälzer, um Dir Inspiration zu holen?

In unserer Generation ist das Internet ein nicht versiegen wollender Quell an Informationen. Manchmal entzünden aber auch Filme, Dokumentationen und Zeitungsartikel ein Interesse in mir. Oder aber ein Ausstellungsplakat, wie es bei meinem Song „London’s Rose” der Fall ist. Es hing in der U-Bahn und ich war sofort angetan. Nachdem ich die Ausstellung gesehen hatte, schrieb ich den Song über die Londoner U-Bahn, die während des Zweiten Weltkrieges als Luftschutzbunker verwendet wurde.

Stimmt es, dass Du Tür an Tür mit PJ Harvey gewohnt hast?Douglas_Dare_01

Dort, wo ich aufgewachsen bin, bedeutet „Tür an Tür” ein paar Kilometer weiter auf der nächsten Farm. Wir hatten keine direkten Nachbarn, aber Polly Jean lebte die Straße hoch. Erst auf der Universität wurde mir ihre internationale Berühmtheit vor Augen geführt. Dabei traf ich sie doch im Supermarkt, wenn sie Milch kaufte… Es inspirierte mich, dass jemand aus dem selben Bauerndorf wie ich in die Welt hinausgezogen war, um erfolgreich Musik zu machen.


Was war die erste Platte, die Du Dir gekauft hast?

Mit acht besorgte ich mir von meinem Taschengeld eine Kassette von Burt Bacharachs Greatest Hits. Das war damals das einzige, was ich mir leisten konnte. Erst eine gefühlte Ewigkeit später bemerkte ich, was für eine großartige Platte das war. Mein erster gezielter Kauf war ColdplaysParachutes”. Nachdem ich „Trouble” und „Yellow” im Radio gehört hatte, wollte ich dieses Album unbedingt besitzen.

Und was war die schlechteste Platte, die Du Dir jemals gekauft hast?

(überlegt lange, druckst herum)  Da fällt mir schon eine ein, aber ich möchte hier niemanden vor den Kopf stoßen, der den Künstler oder die Platte toll findet. Ich gehe oft in meinen lokalen Plattenladen und hole mir neue Alben, manche davon sind weniger gut. Ein Guilty-Pleasures-Album ist das von Aqua. Es ist schrecklich, aber macht irgendwie auch Spaß.

Du wirst im Sommer einige Festival-Shows spielen. Freust Du Dich darauf?

Ich liebe Festivals und würde gerne noch mehr davon spielen. Viele Jahre war ich als Besucher auf Festivals. Als ich plötzlich als Künstler gebucht wurde und Backstage durfte, war das ein riesen Spaß.

Welche Backstage-Begegnung ist Dir besonders in Erinnerung geblieben?

Wir spielten auf dem Phil Day Festival in London und ich traf James Blake. Das war zu einem Zeitpunkt, als er gerade so richtig durchstartete. Er ist total groß und ich bin ziemlich klein. Ich erinnere mich daran, dass mir das ein bisschen peinlich war. (lacht)

Die letzte Frage stellen wir fast immer: Was ist Dein Lieblingsgeräusch?

Ich liebe das Geräusch, wenn ein Auto über Kies fährt.

Vielen Dank, Douglas, wir freuen uns sehr auf Deine Spotify Session!

 

Samsung und Spotify Connect bringen Musik drahtlos in jeden Raum

Samsung Connect

Wir haben spannende Neuigkeiten für Euch: Zum ersten Mal wurde Spotify Connect jetzt in ein drahtloses Multiroom-Audiosystem integriert! Das heißt, dass Ihr ab sofort Eure Songs direkt über die Spotify-App auf die drahtlosen Lautsprecher der Samsung Wireless Audio Speaker-Reihe M7 und M5 streamen könnt. Egal, ob für die Party im Wohnzimmer oder das gemütliche Abendessen mit Freunden in der Küche – mit Spotify Connect und den drahtlosen Multiroom-Lautsprechern könnt Ihr Eure Musik in mehreren Räumen gleichzeitig streamen.

Die stylischen Samsung Multiroom Lautsprecher sehen aber nicht nur gut aus, sondern bringen Euch auch satten Sound! Ihr könnt sie entweder individuell nutzen oder via WiFi mit anderen Samsung Geräten wie Fernsehern, Soundbars, Home Entertainment Systemen und BluRay Playern verbinden. Mit Hilfe der integrierten NFC-Funktion koppelt Ihr das drahtlose Audiosystem ganz einfach an Euer Smartphone oder Euer Tablet und streamt damit Eure Favoriten direkt vom Mobilgerät auf die Boxen.

Weitere Informationen zu den neuen, drahtlosen Lautsprechern von Samsung findet Ihr hier .

Für die Nutzung von Spotify Connect benötigt Ihr einen Spotify Premium Account. Ihr habt noch keinen? Kein Problem! Testet hier Spotify Premium kostenlos für 30 Tage.

HUNDREDS: Soundtüftler aus Hamburg

SpotifyDie Hamburger Geschwister Eva und Philipp Milner lassen Privates lieber außen vor und stattdessen ihre Musik für sich sprechen: Hundreds bieten sphärische Arrangements, minimalistische Elektronik und große Popmomente. Mit ihrem neuen Album „Aftermath” im Gepäck haben uns Eva und Philipp Milner Anfang März einen Besuch im Berliner Office abgestattet und eine Spotify Session performt.

In ungewohntem Rahmen boten Hundreds eine hochkonzentrierte Show: Eva am Gesang, der studierte Jazz-Pianist Philipp an den Tasten und ein dritter Musiker als elektronische Unterstützung. „Es war wie eine Mischung aus Akustik-Show und richtigem Konzert”, sagte Eva sichtlich entspannt, als sie sich zu uns auf die Couch setzt. „Anfangs fühlte es sich ein bisschen ungewohnt an, ein Konzert bei Tageslicht und Zimmerlautstärke zu geben. Normalerweise wackelt die Bühne von den Bässen”, fügt ihr älterer Bruder Philipp hinzu und nimmt neben Eva Platz.

Gerade haben sie von dem Top 50 Charteinstieg ihres zweiten Albums „Aftermath” erfahren und freuen sich über diesen beachtlichen Erfolg für eine, wie sie selbst sagen, kleine Indie-Band. Vier ganze Jahre ließen sie sich Zeit, um einen Nachfolger zu ihrem vielbeachteten Debütalbum „Hundreds” zu veröffentlichen. „Bei uns ist das alles ein Prozess”, erklärt Eva die Tüftelei im Studio, „wir sind Musiker, Songwriter und Produzenten in einer Person – das ist ein sehr vielschichtiges Arbeiten.” Manchmal dauere es Monate bis zur Fertigstellung einer Nummer. Andere schaffen es erst gar nicht auf ein Album: „Manche Songs funktionieren einfach nicht. Wir brauchen die Bereitschaft, den Song immer und immer wieder hören zu können. Wenn er nach dem 20. Mal nervt, dann machen wir lieber ein neues Lied.”

SpotifyApropos Songwriting! Wir stellen eine Nerd-Frage, die uns schon schlaflose Nächte bereitet hat: Ist die Ähnlichkeit zwischen der Twin Peaks Titelmelodie und dem Intro des Songs „Circus” eigentlich eine bewusste Hommage oder reiner Zufall? Philipp lacht: „Das war tatsächlich keine Absicht! Jemand von unserem Label hat uns erstmals darauf aufmerksam gemacht. In meinem Alter kann man schlecht behaupten, Twin Peaks nicht zu kennen. Aber ich habe mir die Serie wirklich erst später angesehen und finde sie wirklich gut, spannend und gruselig.” Wir finden auch: Twin Peaks und Hundreds, das passt eigentlich.

Gegen Ende des Gesprächs wird es dann noch ein bisschen privater: Hundreds bezeichnen sich als „klassischer Familienbetrieb” und dieser geht über die Band hinaus: „Alle machen so ein bisschen mit”, erzählt Eva. „Wir haben in Philipps Wohnhaus aufgenommen, da ist auch seine Familie beteiligt. Auch meine kleine Familie hilft mal mit – das ist schon ein Projekt, das auf viele kleine Bereiche abstrahlt.” „Wir kriegen auch viel guten Zuspruch von unseren Eltern”, fügt Philipp hinzu. Er schmunzelt: „Allerdings haben wir auch erst relativ spät mit der Band begonnen. Wenn wir mit 17 gesagt hätten, dass wir Stars werden wollen, hätten sie vielleicht schon anders geguckt.”

Vermutlich sind Evas und Philipps Eltern sehr stolz, wenn sie sich die bezaubernde Office Session ihrer Kinder anhören. Wir freuen uns jedenfalls, so tolle Gäste gehabt zu haben.

 

 

 

Hallo Brasilien – Willkommen bei Spotify!

Brasil

Wir freuen uns, dass Spotify ab heute auch in Brasilien verfügbar ist. Eure Freunde in Brasilien können ab sofort gemeinsam mit unseren weltweit mehr als 40 Millionen Nutzern viel gute Musik auf eine neue Art genießen.

Mit dem Start in Brasilien ist Spotify jetzt in 57 Märkten verfügbar! Es war noch nie so einfach, Musik mit Freunden in anderen Ländern zu teilen und neue Musik aus aller Welt zu entdecken.

Ihr habt Freunde in Brasilien? Sendet ihnen noch heute einen Song!

THE HEAD AND THE HEART: „Die Szene in Seattle ist ein sehr nahrhafter Boden für Musiker.”

The Head And The Heart Spotify Session BerlinIm Zuge ihrer letzten Europa-Tour haben uns die US-amerikanischen Folk-Rocker The Head And The Heart einen Besuch im Berliner Office abgestattet. Die Vorfreude auf das Sextett war groß, und die fünf Herren und die Dame aus Seattle wurden ihrem Ruf als exzellente Liveband absolut gerecht.Ganz besonders ragt der dreistimmige Gesang der Sänger Jonothan, Josiah und Charity heraus, der gepaart mit den eingängigen Harmonien und Melodien ein energetisches Gesamtkunstwerk ergibt. Bevor The Head And The Heart die bis zum letzten Quadratzentimeter mit Instrumenten vollgestellte Bühne betreten, setzen wir uns mit Jonathan Russel in eine ruhige Ecke, um über die Band zu plaudern.

Es ist nicht Euer erstes Mal in Deutschland. Welche Erfahrungswerte oder gar Klischees kommen Dir in den Sinn, wenn Du an das deutsche Publikum denkst?

Natürlich ist ein Klischee nie zu einhundert Prozent wahr, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das deutsche Publikum sehr zurückhaltend ist. Das ist ein großer Unterschied zu den USA, wo Menschen zu unserer Musik abgehen, auch wenn sie uns nicht kennen. Wir haben live sehr viel Energie und wenn diese nicht erwidert wird, dann ergibt das einen fühlbaren Kontrast. Wenn sich die Menschen im Publikum zu Deiner Musik bewegen, bekommst Du als Musiker die Gewissheit, etwas richtig zu machen. Ist das nicht der Fall – wie in Deutschland – dann wird man unsicher und fragt sich: „Mögen die unsere Musik überhaupt?” Aber nach der Show kommen dann Leute auf uns zu, sagen, dass ihnen das Konzert gefallen hat und sind sehr wohlwollend. Das ist einfach ein kultureller Unterschied.

Die Anfänge von The Head And The Heart sind in einer Bar in Seattle zu verorten, wo Ihr bei Open-Mic-Veranstaltungen aufgetreten seid. Was war das für eine Zeit?

Damals waren wir noch keine vollständige Band – nur Josiah, der andere Sänger von The Head And The Heart, Painist Kenny und ich. In jeder freien Minute haben wir uns im Proberaum verschanzt, sind dann an die Arbeit gegangen und haben uns nachts bei Open-Mic-Sessions getroffen. Wir haben bemerkt, dass wir einen Ticken mehr Applaus bekommen als die anderen Künstler und dass unsere Songs und die Art, wie wir spielten, beim Publikum größeren Anklang fand. Das hat uns in unserem Selbstbewusstsein bestärkt. Die Szene in Seattle ist ein sehr nahrhafter Boden für Musiker. Vielleicht wären wir in New York, Nashville oder Chicago nie so weit gekommen, wer weiß.

Jonathan Russel, The Head And The HeartSeattle ist für Musiker ein mystischer Ort, immerhin wurde die Grunge-Bewegung dort gestartet. Dennoch kommen die wenigsten USA-Reisenden dort hin…

Seattle ist buchstäblich das genaue Gegenteil von Florida, dem Bundesstaat, in dem ich aufgewachsen bin. Ich war davor noch nie an der Westküste, deshalb fühlte sich die Stadt anfangs sehr surreal an, beinahe wie ein komplett anderes Land. Ich kam im Februar an, es regnete durchgehend und war um halb fünf Uhr abends schon dunkel. Ich fühlte mich miserabel, deprimiert und war komplett pleite. Solche Situationen können für Musiker sehr inspirierend sein. Ich habe viel Wein getrunken, bin nachts mit Kopfhörern durch die Straßen gezogen und habe Songs geschrieben.

Muss hart gewesen sein, von Florida ins verregnete Seattle zu ziehen.

Ja, aber nicht nur wegen des Wetters, es gibt auch Unterschiede in der Mentalität der Menschen. Ich war ein kleiner Junge vom Land und sehr naiv. In Virginia wird man von jedermann auf der Straße gegrüßt, in Seattle ist das anders: Es dauert hier eine Zeit, bis sich die Menschen öffnen und man mit ihnen ins Gespräch kommen kann. Als Musiker hat man es da ein bisschen leichter, man ist schnell Teil einer Community.

Seit der Veröffentlichung Eures Debütalbums in 2011 habt Ihr Euch eine große Fangemeinde erarbeitet. Das spiegelt sich auch in den Streams auf Spotify wider: „Lost In My Mind” wurde bereits über 8 Millionen Mal gestreamt.

Was, echt? Das wusste ich gar nicht! Ich nehme an, das ist ein gutes Zeichen. Ich bin kein Technologie getriebener Mensch und beschäftige mich nicht mit solchen Dingen. Aber ich weiß, dass viele Menschen Streamingdienste nutzen um neue Musik zu entdecken.

Wo entdeckst Du neue Musik?

Meistens durch Mundpropaganda, obwohl ich zugeben muss, dass mich neue Bands eigentlich nicht interessieren und deshalb viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss. Es gab so viele großartige Künstler vor unserer Zeit, ich stehe total auf alten Jazz. Ein guter Weg, sich mit Jazz zu befassen, ist Bücher zu lesen. Ich habe in der Biografie über Miles Davis mehr über John Coltrane und Charles Mingus erfahren und angefangen, mich mit diesen Musikern zu beschäftigen.

Ich konnte vorhin einen Blick auf Eure Setliste erhaschen. Ihr beginnt die Office Session heute mit „Another Story”. Was ist die Geschichte hinter diesem Song?

Dieser Song ist einer, der mir besonders wichtig ist. Die Entstehungsgeschichte ist sehr traurig: Es geht um einen Amoklauf in einer Grundschule in New Haven, Connecticut.Die öffentlichen Radiostationen haben nach dem Massaker wochenlang darüber berichtet und viele Interviews mit Eltern gesendet. Zwischendurch musste ich einfach das Radio ausschalten, weil es mich so mitgenommen hat. Ich wollte etwas tun, einen hilfreichen Beitrag leisten, also begann ich diesen Song zu schreiben. Nachdem „Another Story” veröffentlicht war, haben wir einige E-Mails von Eltern erhalten, die ihre Kinder verloren hatten. Es war ein sehr ernüchterndes Gefühl, das schwer in Worte zu fassen ist. Man konnte ihre Stimmen förmlich durch ihre E-Mails hören. Fast hätte ich den Song nicht fertig gemacht, weil ich daran zweifelte, ob ich überhaupt ein Recht dazu hatte.

Danke für das Gespräch, Jonathan, wir freuen uns schon sehr auf Eure Office Session!