Kollegah stellt deutsche Streaming-Rekorde auf

Kollegah_2014Kollegah zeigt Deutschland, wer der Boss ist: Sein neues Album „King“ erreichte in der ersten Woche nach Veröffentlichung unglaubliche 10,9 Millionen Streams – diese Zahlen kann bislang kein anderes Album im deutschsprachigen Raum im gleichen Zeitraum vorweisen.

Dass Kollegahs „bosshafte“ Tracks gut bei Euch ankommen, zeigt sich auch in den Spotify-Top 50 Single-Charts – hier ist er mit 14 Titeln gleichzeitig vertreten. Zudem habt Ihr ihm zu einem neuen Weltrekord verholfen: Mehr als 42.000 Fans haben sich vergangene Woche zu einem Soundrop-Chat mit dem Boss auf Spotify eingeloggt – so viele Teilnehmer gab es in einem Soundrop-Raum noch nie!

 

 

 

 

 

Oliver Koletzki: „Ich könnte auch gewollt Musik machen – wie David Guetta.”

Oliver Koletzki 02

2005 erlangte Oliver Koletzki mit „Der Mückenschwarm” internationale Bekanntheit und galt als Newcomer der Stunde. Mit der Veröffentlichung seines ersten Albums „Get Wasted” zementierte er seinen Ruf in der Szene, spiele Gigs in allen wichtigen europäischen Clubs und war Resident in der legendären Bar 25. Heute, neun Jahre später, erscheint Oliver Koletzkis fünftes Studioalbum „I am OK”. Er führt darauf das fort, was er bei den beiden „Großstadtmärchen”-Alben begonnen hat: klassische Songstrukturen und eingängige Stücke, performt von unterschiedlichen Sängerinnen und Sängern. Wir haben den Produzenten, DJ und Labelbetreiber Oliver Koletzki getroffen, um mehr über sein neues Werk in Erfahrung zu bringen.

Du bist Chef des Labels “Stil vor Talent” und bringst Dein neues Album dennoch auf einem Majorlabel raus. Was hat Dich dazu verleitet?

Das ist tatsächlich schon das zweite Album, das ich auf einem Major veröffentliche. Universal hat mir vor drei Jahren ein Angebot gemacht und ich habe angenommen. Es war keine leichte Entscheidung. Stil vor Talent ist über die Zeit so gewachsen, dass wir auch größere Themen selbst stemmen könnten. Aber Majorlabels haben einfach mehr Kohle und können viel mehr für Videos ausgeben. Auch in Sachen Promo- und Marketingmaßnahmen sitzen sie am längeren Hebel. Sie wissen aber um unsere Stärken bei Stil vor Talent Bescheid: Unser Comiczeichner ist für das Artwork verantwortlich und auch die Videos wurden von unserem Team gemacht. Deshalb ist der Unterschied in der Außenwirkung gar nicht so groß.

Du bist Labelboss und Künstler in einer Person. Ist das manchmal ein bisschen schizophren?

Manchmal ist das wirklich schwierig. Bei Stil vor Talent bin ich der große Labelboss und A&R, der sagt: „Du, mit dem Album bin ich noch nicht zufrieden, da musst du nochmal ran.” Jetzt muss ich Fiete Klatt, meinem A&R bei Universal, mein Werk präsentieren und bin teilweise in einer Überzeugungsposition. Ich muss ihm verkaufen, woran ich ein Jahr lang schwer gearbeitet habe. Wir verstehen uns aber gut und sind auch privat befreundet, deshalb gab es keine großen Reibungspunkte.

Bist Du selbst Dein größter Kritiker?

Ich bin kein Perfektionist, aber schon selbstkritisch und setze mich selbst total unter Druck. Von Jahr zu Jahr hörenmir mehr Leute zu. Ich möchte meinen treuen Fankreis nicht enttäuschen. Mir geht es nicht so sehr um Verkaufszahlen, ich möchte einfach gute Arbeit abliefern und meinem Sound treu bleiben. Bevor ich ein Album veröffentliche, spiele ich es meinen Freunden vor, die mich seit vielen Jahren begleiten. Ich bin kein beratungsresistenter Mensch und nehme ihre Kritik auch an.

Oliver Koletzki 01Du wolltest für dieses Album wieder Tracks machen, die Du auch selbst auflegen kannst. Gehst Du das konzeptionell an oder lässt Du auch mal laufen?

Ich gehe in mein Studio, spiele ein bisschen am Klavier, setze mich an den Drumcomputer und mache Beats. Es kommt alles auf natürliche Weise aus mir heraus. Ich darf auf keinen Fall verkrampfen, sonst klappt es nicht. Wenn ich Musik mache, passiert alles von ganz alleine. Ich habe einen gewissen Bekanntheitsgrad und könnte auch gewollt Musik machen wie David Guetta. Ich wäre technisch in der Lage dazu und diese Art von Musik würde sich wahrscheinlich auch besser verkaufen. Aber das möchte ich einfach nicht. Die Leute sollen mir meinen Sound auf jeden Fall abnehmen.

Hast Du eine Lieblings-Kollaboration auf Deinem neuen Album?

Die Indie-Band Nörd bzw. der Sänger Leo sind mit zwei Tracks vertreten und das hat auch einen Grund: Die Zusammenarbeit war mega! Er konnte eine gewisse Traurigkeit und Melancholie umsetzen, die mir sehr gut gefallen hat.

Überlässt Du das Texten immer Deinen Gastsängern oder machst Du das auch mal selbst?

Ich kann nicht mal ein vierzeiliges Gedicht schreiben! Davon in ich also weit entfernt. Meine Sänger sollen eigenständige Künstler bleiben und aus dieser Symbiose entsteht etwas Neues, Spannendes. Manchmal war es so, dass ein Sänger meinem Instrumental eine ganz neue Richtung gegeben hat. Ich gebe schon Tipps, lasse ihnen aber ansonsten freie Hand.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Sänger aus, die auf Deinem Album zu hören sind?

Ich wähle nur Leute aus, die ich auch kenne und von denen ich weiß, dass sie menschlich cool sind. Ich setze nicht wie andere auf Namedroppings und hole mir möglichst bekannte Namen als Vokalisten, wie es zum Beispiel WestBam auf seinem letzten Album gemacht hat. Ich achte auch bei Stil vor Talent drauf, dass ich keine Prinzessinnen oder arrogante Menschen auf meinem Label habe, das ist mir unglaublich wichtig. Ich muss ja mit denen zusammen arbeiten und zusammen auftreten. Bodenständige und bescheidene Menschen sind mir sehr lieb.

Wie findest Du etwas über die Persönlichkeit eines Künstlers heraus, den Du interessant findest?

Im Moment müssen wir bei Stil vor Talent gucken, dass wir nicht zu schnell wachsen. Ich möchte nicht Gefahr laufen, dass ich Künstler zu schnell unter Vertrag nehme. Wenn uns einmal einer zusagt, laden wir ihn ins Büro ein, wir unterhalten uns und ich stelle ein paar Schlüsselfragen um zu sehen, was das für ein Charakter ist. Dann buche ich ihn meistens schon mal für eine Party im Watergate oder so und nötige ihn, bis zum nächsten Morgen zu bleiben und mit mir ein paar Bier zu trinken.

Leidet Dein Privatleben darunter, dass Du in so vielen Funktionen aktiv und unterwegs bist?

Über die Jahre lernt man, dass gutes Zeitmanagement alles ist und dass Rituale wichtig sind. Meine Wohnung ist nur fünfzig Meter vom Büro entfernt. Um zehn Uhr haben wir täglich ein Meeting, danach fahre ich zum Schlesischen Tor in mein Studio. Abends achte ich darauf, den Laptop und das iPhone wegzulegen und verbringe Zeit mit meiner Frau Fran und meinem Hund. Manchmal gucken wir einfach ganz plump Fernsehen und sonntags gehen wir auch gerne mal auf den Flohmarkt.

 

 

 

William Fitzsimmons: „Manchmal mache ich Terroristenwitze!”

William Fitzsimmons 01„Ich habe heute Nacht nicht so viel Schlaf abbekommen”, entschuldigt sich William Fitzsimmons, als wir ihn zum Interview treffen. Es sei im verziehen, ist es doch erst zehn Uhr morgens. Sehr früh für jemanden, der tags zuvor bis Mitternacht ein Konzert im Berliner Postbahnhof gegeben hat und wenige Stunden später schon wieder auf einer (bedeutend kleineren) Bühne steht, um den optimalen Sound für seine Spotify Session zu checken. Nichtsdestotrotz ist er ein toller Gesprächspartner: William Fitzsimmons ist besonnen, witzig und sehr zuvorkommend. Bevor wir loslegen, bietet er uns noch Kaffee und Croissants an.

Wieso bist Du müde? Hast Du Schlafprobleme, wenn Du auf Tour bist?

Ja. Zu Hause schlafe ich sehr tief, umgeben von meiner Familie. Unsere Tochter schläft im Bett bei mir und meiner Frau. Vielleicht schlafe ich seit ihrer Geburt weniger als früher, aber es ist wunderbar, sie bei mir zu haben. Wenn ich alleine im Bett liege, dann frage ich mich oft: „Wo sind sie alle?”

Bist Du eigentlich ein Morgenmensch?

Das bin ich wirklich, schon von frühester Kindheit an. Auch während meiner Zeit auf der Highschool und dem College war ich ein Frühaufsteher. Ich wache einfach von Natur aus sehr früh auf. Es fällt mir schwer, nach neun Uhr abends noch wach zu bleiben. Ich bin einfach ein alter Mann, der an diesem ganzen Musiker-Ding jetzt teilnehmen darf. Obwohl mir dieser Lebensstil Spaß macht, bin ich eigentlich nicht dafür gemacht.

Du beschreibst Dein 2013 veröffentlichtes Album „Lions” als eine Reise zu dir selbst. Welche Geschichte liegt dieser Aussage zugrunde?

Ich konnte auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen, also befasste ich mich mit der Idee von Adoption. Die Initialzündung für das Album war der Zeitpunkt, als ich die biologische Mutter meiner Tochter traf, sie kennenlernte und eine platonische Beziehung zu ihr aufbaute. Der Moment, als sie sich im Krankenhaus von ihrem Kind verabschieden musste, ist in jedem einzelnen Song des Albums zu spüren. Es ist ein extremes Gefühl, ich musste in meinem Leben noch nie so viel weinen. Dennoch ist „Lions” ein sehr freudiges Album und das hellste Ding, das ich jemals hervorgebracht habe. Es geht darum, dass etwas gleichzeitig sehr liebevoll und verwirrend sein kann.

Das ist doch durchaus erfreulich. Was hältst Du vom Mythos des leidenden Künstlers? Muss man leiden, um etwas Großes zu erschaffen?

Natürlich kreiert Leiden große Kunst, aber jede andere Emotion auch. Nehmen wir „Vier Jahreszeiten” von Vivaldi: In „Frühling” ist so viel Freude zu spüren, dass es fast lächerlich ist. Vivaldi war ganz bestimmt nicht deprimiert, als er dieses Werk komponiert hat. Ein anderes Beispiel ist Händels „Messias”: „Denn die Herrlichkeit Gottes” ist ein sehr frohes Stück. Die Vorstellung vom leidenden Künstler hat mich eine Zeit lang ziemlich gefangen genommen. Ich habe mich sehr von Nick Drake angezogen gefühlt, alle seine Biografien gelesen und Dokumentationen gesehen. Aber wäre es nicht viel cooler, wenn es ihm wieder besser gegangen wäre, er weiterhin Musik gemacht und sich der Herausforderung gestellt hätte, wieder gesund zu werden? Ich habe eine Entscheidung für mich getroffen, als ich damit begonnen habe, Prozac zu nehmen. Sagt Euch das was?

Prozac ist ein Antidreppressivum, aber wir wussten nicht, dass Du es nimmst.

Seit einigen Jahren schon, ich bin auch zur Therapie gegangen und es hat mein Leben verändert. Ich war selbst ein Psychotherapeut, ich hätte es wissen müssen und diese Hilfe schon viel früher in Anspruch nehmen sollen. Plötzlich war nicht mehr alles um mich herum einfach nur schwarz und schrecklich. Der Unterschied zu heute ist, dass ich die Komplexität meiner Gefühle wieder schätzen kann. Ich muss nicht einfach in meiner Krankheit versinken.

William Fitzsimmons 02Du hast einmal in einem Interview gesagt, dass Humor eine gute Bewältigungsstrategie ist. Welche Art von Humor schätzt Du?

Manchmal mache ich Terroristenwitze auf der Bühne, das sagt eigentlich alles. Es gab schon Situationen, wo ich zu weit gegangen bin. Ich bin ein sehr sarkastischer Mensch, das ist nicht immer nett und ich bin nicht gerne gemein. Allerdings mag ich Menschen, die an diesen Grenzen rütteln. Ricky Gervais finde ich zum Beispiel toll.

Wo entdeckst Du neue Musik?

Entweder ich höre einen Song im Radio oder gehe in einen Plattenladen. Ja älter man wird, desto seltener passiert das aber. The National waren die letzte Band, die ich ganz groß fand. Das war ein ganz besondere Moment, ich hasste The National eigentlich für eine lange Zeit. Ich habe mich immer gefragt: „Warum singt der so?” Am Flughafen Heathrow ist mir dann plötzlich „High Violet” in die Hände gefallen und jetzt bin ich ein großer Fan.

Wer hat eigentlich das Privileg, Deine Songs als allererstes zu hören?

Meine Tochter Josie. Ich habe das gesamte Album geschrieben, während ich mich um sie gekümmert habe – immer von frühmorgens bis spätnachmittags, damit meine Frau ausschlafen konnte. Ihr müsst wissen: Ich bin ein großartiger Dad. Ich habe meine Gitarre genommen und mich mit Josie auf die Terrasse gesetzt. Dann habe ich gespielt und ihr vorgesungen – sie mag nicht alles, was sie zu hören bekommt und manchmal zeigt sie mir, dass ich aufhören soll. Josie ist ein guter Parameter dafür, ob etwas schön klingt. Sie steht auch auf Popmusik.

Was machst Du, wenn sie als Teenager total auf einen Nachfolger von Justin Bieber abfährt?

Dann fahre ich sie und ihre Freundinnen zu einem Justin Bieber Konzert! Ich bin kein Musiksnob – wenn Dir eine bestimmte Musikrichtung gefällt, dann ist das gut so. Und wenn jemand anderes sagt, dass etwas scheiße ist, was kümmert es Dich? Ich war da früher ein ziemlicher Arsch und dachte, ich wäre so viel besser als alle anderen. Aber ich verstehe „Finnegans Wake” von James Joyce auch nicht, wer tut das schon. Wer bin ich also, dass ich sage, was die richtigen Bücher oder die richtigen Platten sind? Obwohl es aus kultureller Sicht schon Dinge gibt, die eine größere Bedeutung haben. Wenn eine Zombie Apokalypse passiert, sollten wir vielleicht doch lieber die Brandenburgischen Konzerte und nicht das letzte Justin Bieber Album retten. Was nicht heißen soll, dass nicht beides seine Berechtigung hat. Für manche hat Justin Bieber einen großen Wert – aber hoffentlich nicht für meine Tochter (lacht).

 

Sollte es jemals zu einer Zombie Apokalypse kommen, würden wir auf jeden Fall auch William Fitzsimmons Spotify Session retten. Die ist nämlich wunderschön geworden und wird noch viele Generationen nach uns erfreuen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Telekom Street Gigs Band Contest: Vier Bands im Kampf um Eure Stimmen

Spotify Telekom Street GigsEuer Einsatz ist gefragt! Ab sofort könnt Ihr Newcomern zum großen Durchbruch verhelfen – und zwar beim ersten „Telekom Street Gigs Band Contest“.  Vier Bands kämpfen dabei vier Wochen lang um Eure Stimmen und den Hauptpreis: bei Deutschlands bekanntester Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ihr Fernsehdebüt zu geben.

Dabei werben die Neuentdeckungen Miwata, Luis Laserpower, Schafe & Wölfe und The Majority Says nicht nur mit Spotify Playlists um Eure Gunst, sondern treten jede Woche auch in spannenden Video-Challenges gegeneinander an. Wer letztendlich am TV-Set performen darf, entscheidet Ihr allein, indem Ihr über Facebook, Spotify und Youtube für Euren Favoriten abstimmt. Die Summe aller von Euch generierten Streams, Views und Empfehlungen entscheidet am Ende über die Platzierung.

Und auch Ihr geht dabei natürlich nicht leer aus. Wer sich für seine Lieblingsband ins Zeug legt und kräftig votet, könnte schon bald als Komparse beim Dreh am 17. Juni dabei sein. Außerdem wird es zum Austrahlungstermin im August einen Gig der Gewinnerband im 4010 Telekom Shop in Berlin geben, für den Ihr ein Ticket gewinnen könnt.  

Jetzt aber ran an die Regler! Egal ob Ihr gerne Rock und Pop, Elektro, HipHop oder Reggae hört – die vier Bands haben für jeden Geschmack den richtigen Sound im Gepäck. Also, schaut Euch gleich mal die Street Gigs-Profile der Künstler an, findet Euren persönlichen Liebling und stimmt direkt ab:

Miwata

Luis Laserpower

The Majority Says

Schafe & Wölfe

Die Playlists der vier teilnehmenden Bands findet Ihr auf dem Telekom Street Gigs Spotify Profil.

Weitere Informationen zum Band Contest und aktuelle Zwischenstände bis zum Finale am 10. Juni findet Ihr hier.

 

 

 

Der Song für Kopenhagen – Unsere Prognose zum Eurovision Song Contest 2014

Am 10. Mai ist es wieder soweit: Dann kämpfen Künstler aus 26 europäischen Ländern beim Finale des Eurovision Song Contest 2014 um die Siegerkrone.

Und wir haben auch schon eine Idee, wer dieses Jahr das Rennen machen wird. Dabei stützen wir uns allerdings nicht auf vage Vermutungen, sondern bedienen uns knallharter Fakten: Wir haben uns angeschaut, welche der Lieder, die zum Eurovision Song Contest 2014 gegeneinander antreten, von Euch bisher am häufigsten gestreamt wurden. Basierend auf der Anzahl der Streams (immer abzüglich der Streams aus dem Heimatland des Künstlers) ist der Sänger Basim aus dem Gastgeberland Dänemark mit seinem „Cliché Love Song“ ein besonders heißer Anwärter auf den Sieg.

Neben dem Dänen sind auch der armenische Sänger Aram MP3 mit dem Song „Not Alone“ sowie die israelische Künstlerin Mei Finegold mit „Same Heart“ ziemlich beliebt bei Euch und dürfen somit ebenfalls auf eine richtig gute Platzierung beim Eurovision Song Contest 2014 hoffen. Für Deutschland hingegen sieht es wohl leider nicht so gut aus – nach unserer Prognose landen die Powerfrauen der Band Elaiza mit ihrem Lied „Is It Right“ lediglich auf Platz elf.

Alle Lieder des diesjährigen Wettbewerbs könnt Ihr auf Spotify im offiziellen Album des Eurovision Song Contest 2014 Kopenhagen anhören.

Oder schwelgt in Erinnerungen und hört noch einmal in die Gewinnersongs der Eurovision Song Contests vergangener Jahre rein – in unserer exklusiven Eurovision Top 50 Spotify Playlist:

 

 

 

 

MILOW: “Ich bin ständig auf der Suche nach neuer Musik”

Der belgische Singer-Songwriter Milow beehrte uns vor wenigen Wochen mit einer Office Session. Obwohl sein Tag mit Dreharbeiten durchgeplant war und er direkt vom Soundcheck kam, plauderte er entspannt über sein neues Album „Silver Linings“, seinen Hit „Ayo Technology“ und Menschen, die ihn erden.   

SpotifyHallo Milow! Stimmt es, dass Du eine Auszeit vom Musikbusiness genommen hast?

Als Künstler möchte man natürlich niemals das gleiche Album zweimal machen, deshalb habe ich mir andere Rahmenbedingungen geschaffen. Ich musste meine „Comfort Zone” verlassen und habe einen Flugzeug nach Los Angeles genommen ohne zu wissen, ob ich dort für ein paar Wochen, Monate oder gar Jahre bleiben würde. Eigentlich wollte ich eine Pause nehmen, aber plötzlich spürte ich wieder das Verlangen, Konzerte zu geben. Ich spielte im ganz kleinen Rahmen, eigentlich nur für mich selbst und für ein Publikum, das rein gar nichts von mir oder meiner Musik wusste – das war sehr erfrischend!

Hast Du einen persönlichen Lieblings-Song am Album?

Textlich gesehen ist es sicher „My Mothers House”, es ist eine sehr persönliche Geschichte über meine Vergangenheit. Es geht um mein Elternhaus in Belgien, in dem ich aufgewachsen bin. Das Lied ist das letzte auf dem Album, ich finde Schlussnummern sind eine ganz eigene Kategorie Songs. Ich werde „My Mothers House” auch bei der Office Session performen.

Lass uns ein bisschen über Deine musikalischen Einflüsse sprechen: Welche Bands hörst Du gerade?

Das ändert sich eigentlich jede Woche, ich bin ständig auf der Suche nach neuer Musik. Mighty Oaks aus Berlin habe ich kürzlich entdeckt – ein großartige Band. Außerdem habe ich das letzte Album von Tegan And Sara wiederentdeckt. Ansonsten höre ich gerade die großartigen The Head And The Heart und eine junge Sängerin namens Courtney Marie Andrews, die auch auf meinem neuen Album singt. Hoffentlich wird sie mich im Sommer auf Festival-Tour begleiten.

Und wo entdeckst Du neue Künstler und Songs?

Auf Spotify, diese „Ähnliche Künstler”-Funktion kann ganz schön süchtig machen.

Guckst du eigentlich auf Dein eigenes Spotify-Profil? Weißt Du, dass „Ayo Technology” über 26 Millionen Mal gestreamt wurde?

Ja, manchmal checke ich das schon. Es ist cool zu sehen, welche Songs bei den Menschen da draußen am besten ankommen. Aber es gibt einen Grund, warum „Ayo Technology” so viele Streams hat: Als Spotify 2009 gelauncht wurde, war der Song gerade auf Platz eins in den schwedischen Charts. Am Jahresende war die Nummer dann unter den am meisten gestreamten Songs weltweit. Ich habe keine Ahnung, ob ich jemals wieder einen Song schreiben werde, der so viele Streams generiert, aber ich versuche es. Ich möchte Songs schreiben, an die sich die Menschen lange Zeit erinnern.

Was ist Dir persönlich eigentlich am wichtigsten im Leben?

Familie und Musik stehen natürlich ganz vorne. Was mir aber auch wichtig ist, ist sich selbst treu zu bleiben. Ich erachte Veränderung als etwas sehr Gutes und ich sporne mich selbst immer dazu an, mich weiter zu entwickeln. Aber es gibt einen Teil in mir als Musiker und Mensch, der sich nicht verändert. Ich hoffe, dass ich meine Meinung darüber nicht ändere und mir eine Woche später denke: „Ich hätte etwas anderes sagen sollen!”

Hast Du Menschen, die Dich am Boden halten?

Mein Gitarrist Tom ist so jemand (grinst zum Nebentisch, wo Tom sitzt). Ich bin auf ihn angewiesen, sonst läuft das aus dem Ufer. (You suck!” schallt es scherzhaft retour.) Nach jedem Konzert hält er mir einen Vortrag darüber, was ich alles falsch gemacht habe…

Netter Typ, Dein Gitarrist!

Nein, im Ernst: Ich verbringe sehr gerne Zeit mit meinen Brüdern, meiner Schwester und Freunden, die ich schon kannte bevor ich angefangen habe, Musik zu machen. Das erdet eigentlich schon sehr. Wir sind nicht von Menschen umgeben, die uns Honig ums Maul schmieren. Im Gegenteil, manchmal könnten man uns durchaus mehr Respekt entgegen bringen (lacht).

Milow und sein Gitarrist Tom werfen sich noch ein paar lockere Sprüche zu, als wir unseren Kram zusammenpacken und den Backstageraum verlassen. In wenigen Minuten beginnt die Office Session und Humor scheint eine gute Strategie zu sein, der aufkeimenden Nervosität zu begegnen. Mit eine großen Portion Charme und Witz begegnen die Jungs auch den einhundert Fans, die sich vor der Bühne versammelt haben. Sich auf seine musikalischen Wurzeln zu besinnen, ganz akustisch und ohne großen Firlefanz ein Konzert zu spielen, kann so erfrischend sein.

 

 

 

 

 

Osterüberraschung gefällig?

Spotify_EasterZu Ostern bescheren wir Euch ein Fest für die Ohren! Auf der Suche nach versteckten Bonus Tracks der besonderen Art haben wir uns für Euch durch über 20 Millionen Songs gewühlt. Einige dieser “Hidden Tracks” werden von Künstlern absichtlich nicht im Liedverzeichnis angegeben und stattdessen in einigen ihrer Titel nach einer kurzen Pause angehängt, um Musikfans zu überraschen. Für alle von Euch, die nicht erst lange suchen möchten, haben wir jetzt einige dieser verborgenen Schätze aufgespürt und in einer exklusiven „Best Of“-Playlist zusammengestellt. Hier finden selbst die größten Fans unter Euch vielleicht noch die ein oder andere Überraschung, unter anderem von Coldplay, dem HipHop-Star M.I.A. und der Boy Group Take That. Hört gleich mal rein und entdeckt die versteckten Tracks:   Wenn Ihr noch weitere Bonus Tracks kennt, sendet sie uns einfach!                

S O H N: Newcomer der Stunde

SOHNEs ist Sonntagnachmittag, die Glocken der St. Clara Kirche in Berlin-Neukölln läuten zum Abendgottestdienst. S O H N sitzt in einen schwarzen Umhang gehüllt auf einer Bierbank und durchforstet die Speisekarte des Café Rix. In wenigen Stunden wird er nebenan, im restlos ausverkauften Heimathafen, ein Konzert spielen. Draußen auf der Karl-Marx-Straße parkt ein schwarzer Nightline. „Der Bus hat 14 Betten und zwei Lounges”, erzählt S O H N und entscheidet sich für die Kartoffel-Gnocchi (gute Wahl!). Davor waren Rihanna und Drake damit auf Tour, die anfangs fühlbare sexuelle Energie verschwand aber innerhalb eines Tages.

Der Sänger und Produzent S O H N ist einer der derzeit angesagtesten Acts und wird als Newcomer der Stunde gefeiert. Über seine Biografie ist nur wenig bekannt. Immerhin weiß man, dass er die letzten Jahre in Wien gelebt hat und ursprünglich aus Südlondon stammt. Im August 2012 entließ er den Track „The Wheel” in die digitale Welt und von da an ging es auf der Karriereleiter steil bergauf. Kürzlich erschien sein mit viel Vorschlusslorbeeren bestücktes Debütalbum „Tremors”.

Du wünscht Dir von „Tremors”, dass es bei den Hörern Erinnerungen erzeugt. Wenn Du an durch Musik hervorgerufene Flashbacks denkst, welches Album kommt Dir in den Sinn?

Paul Simon mit „The Rhythm Of The Saints”… [mit geschlossenen Augen, sehr konzentriert]… Ich bin im fünften Stockwerk, irgendwo in Camden, ich schaue über die Straßen, rauche eine selbstgedrehte Zigarette von meinem besten Freund und trinke Earl Grey Tee.

„The Wheel” war das erste Lebenszeichen von S O H N und ging ziemlich durch die Decke. Wusstest Du im Studio schon, dass Du dabei warst, etwas Großes zu produzieren?

Nein, nicht im Geringsten! Eigentlich war es genau das Gegenteil: Als ich „The Wheel” geschrieben habe, war ich davon überzeugt, dass das wohl eher das Ende meiner Musikkarriere bedeutet als den Anfang. Ich habe mir nicht gedacht: „Scheiße, das wird groß!” sondern eher: „Okay, es interessiert ja sowieso niemanden mehr.”

Und plötzlich schien es, als würde sich die gesamte Musikindustrie bei Dir melden. Wie hat sich das angefühlt?

Das hat sich damals sehr gut angefühlt. Zum Glück hatte ich einen Manager an meiner Seite, der sich darum gekümmert hat – ich habe keine einzige dieser Nachrichten gelesen.

Du hast in den letzten Jahren in Wien gelebt, jetzt verbringst du viel Zeit im Tourbus und in diversen Tonstudios auf der ganzen Welt. Gibt es noch einen Ort, den Du Deine Homebase nennst?

Wien ist schon ein Ort, an den ich immer zurückkehren kann, aber ich würde es jetzt nicht mehr als Homebase bezeichnen. Im Moment arbeite ich von überall, ich bin sozusagen heimatlos – oder auch an vielen Orten zu Hause.

Zum Beispiel Los Angeles, wo Du ein paar Wochen lang mit Banks geschrieben und produziert hast. Wenn Du für andere Künstler schreibst, denkst Du dann manchmal: „Diese Idee ist so großartig, die behalte ich lieber für S O H N”?

Das ist nur einmal passiert und war auch, bevor ich die Idee noch jemandem gezeigt hatte. Die Songs, die ich für andere Künstler schreibe, könnten niemals meine sein – ich schreibe mit ihren Stimmen in meinem Kopf.

Stimmt es, dass Du deinen JUNO Synthesizer, Deinen Drumcomputer und ein altes Notebook zu jeder Songwriting Session schleppst?

[lacht] Ja, obwohl sonst niemand so arbeitet. Normalerweise bringen Songwriter fertige Tracks zu einer Session mit und ich kreuze mit dem JUNO Synthesizer auf meinen Schultern und dem Drumcoputer unterm Arm auf und sage: „Hallo, wie geht’s? Können wir das einstecken?”. Ich glaube, dass mich manche Menschen als exzentrisch erachten.

Deinen Kleidungsstil könnte man auch als exzentrisch bezeichnen. Ist die Kapuze eigentlich eine Art Schutzschild?

Mein Outfit hat eine Doppelfunktion: Einerseits dient es dem Schutz und der Verteidigung, andererseits fällt man aus der Reihe und erzeugt Aufmerksamkeit. Man kann sich also gar nicht dahinter verstecken. Ich ziehe mich jeden Tag so an und mag das Ritual, das damit verknüpft ist. Es erinnert mich daran, wer ich bin und daran, mir treu zu bleiben. Bevor das alles passiert ist und ich noch kein ausgeprägtes Gefühl für mich selbst hatte, war ich eine sehr sprunghafte Person. Jetzt ist es so, dass ich mich selbst daran erinnere, beständig zu bleiben.

Vielen Dank, S O H N, hat Spaß gemacht mit Dir!

 

 

Der ultimative Arbeits-Soundtrack

Ein Leben ohne Musik? Unvorstellbar! Musik gehört für die meisten von uns ganz selbstverständlich zum Alltag dazu. Und das nicht nur in der Freizeit, sondern auch während der Arbeitszeit. Das hat jetzt eine von Spotify durchgeführte Untersuchung ergeben.

Von über 1400 Musikfans, die wir in Großbritannien und den USA befragt haben, wollen fast zwei Drittel auch bei der Arbeit nicht auf ihre Lieblingshits verzichten. Dabei führt Adele mit 16 Prozent die Liste der beliebtesten Bürosongs an, dicht gefolgt von den Arctic Monkeys mit 14 Prozent und den vier Folk-Musikern von Mumford & Sons mit 13 Prozent.

Wissenschaftliche Unterstützung für unsere Untersuchung erhielten wir von Dr. Anneli Haake (Musik-Psychologin, University of Sheffield). Sie fand bereits in ihren früheren Befragungen heraus, dass Musik Stress vorbeugen und die Konzentration verbessern kann. Das bestätigten jetzt auch die Teilnehmer unserer Umfrage: Ob zur Bewältigung von Arbeitsstress, als willkommene Ablenkung von „langweiligen“ Jobs oder um einfach mal nervige Kollegen auszublenden – der richtige Soundtrack darf während der Arbeit nicht fehlen!

Aber aufgepasst bei der Wahl der Musik, die Euch durch den Arbeitstag begleitet! Denn wie die Untersuchung zeigt, bewertet jeder Zehnte seine Kollegen nach deren Musikgeschmack.

Um Eure Laune und Produktivität beim Arbeiten zu verbessern, haben wir hier den perfekten Song für jede Situation für Euch:

Zum Ausblenden von Hintergrundgeräuschen der Kollegen:

Zur Motivation:

Zur Konzentration:

Zum „Muntermachen“:

 

Durch den kompletten Arbeitstag bringt Euch außerdem unsere ultimative Playlist zu Musik am Arbeitsplatz:

 

Da geht die Arbeit doch gleich viel leichter von der Hand, oder?

 

 

 

 

I HEART SHARKS: Hymnen aus der Hauptstadt

„Anthems” heißt das neue Album der drei Wahlberliner und der Titel passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Wir haben Pierre und Simon von I Heart Sharks zum Interview getroffen, um mehr über ihre neue Platte in Erfahrung zu bringen.

I Heart SharksI Heart Sharks sind eine Band am Puls der Zeit. Die drei Bandmitglieder kommen ursprünglich aus London, New York und Bayern, haben sich im Berghain kennengelernt und setzen auf Elektropop mit Pathos. Von „urbaner Lyrik” ist die Rede, als „musikalische Personifizierung des typischen Berliner Stils” oder gar als „hipster Propheten” werden sie bezeichnet. Eine vielleicht zu eindimensionale Darstellung, die dieser Band nicht ganz gerecht wird. Klar, ihr adrettes Äußeres ist durchaus clubtauglich und ihr Sound trendy, aber hey, diese Band hat bedeutend mehr zu bieten als das vermeintlich Offensichtliche. I Heart Sharks sind drei Vollblutmusiker, die seit vielen Jahren mit viel Herzblut und einer klaren Vision an ihrem Stil und dem, was ihre Band ausmacht, feilen. Wir haben Sänger Pierre Bee und Gitarrist/Keyboarder Simon Wangemann zum Interview gebeten und zwei sehr sympathische Musiker kennengelernt.

Ihr habt Euch als Selfmade-Indie-Band einen Namen gemacht und euer Debütalbum „Summer” durch Crowdfunding finanziert. „Anthems” ist jetzt bei einem finanzstarken Label veröffentlicht worden. War das eine große Umstellung oder ein ganz natürlicher Prozess?

Pierre: Wir sind noch immer sehr autonom. Der Tag, an dem wir unseren Plattenvertrag unterschrieben haben, war sehr unspektakulär. Wir saßen in unserem Studio an einem Tisch und ob man es glaubt oder nicht: Es hat sich nichts verändert, wir haben genauso weitergemacht wie bis dahin! Wir sind nach wie vor selbst für unsere Musik, die Videos und das Artwork zuständig.

Simon:  Nachdem wir das erste Album fertig hatten und eineinhalb Jahre auf Tour waren, stand die Überlegung im Raum: Wollen wir das nochmal so machen, mit Crowdfunding und einem kleinen Budget, oder wollen wir mal wirklich härter daran arbeiten, etwas Neues machen und größer herauskommen? Das mit dem Majorlabel hat sich dann so ergeben.

Das Album wurde von Joseph Cross produziert, der unter anderem mit Hurts und Chlöe Howl gearbeitet hat. Simon, Du bist auch Musikprodzent, war das eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe?

Simon: Klar hat er seine Referenzen und bevor wir uns persönlich kennengelernt haben, dachten wir schon: Dem müssen wir mit Respekt begegnen, der hat sich verdient gemacht. Nach kurzer Zeit haben wir Joseph aber schon als zusätzliches Bandmitglied gesehen. Wir waren alle gleichberechtigt und hatten dieselben Ideen. Er war nicht so, dass er mit seinen Regeln und Konventionen angekommen ist…

Pierre: Kein Ego-Zeug! Wir haben gemeinsam darauf geachtet, dass auf dieser Platte jede Sekunde etwas Spannendes passiert.
Simon: Die Regel „Leave your ego at the door!” war allgegenwärtig.  Nur, weil das Josph Cross ist, heißt das nicht, dass man nicht sagen kann: „Der Basslauf klingt blöd.” Es gab keine starre Rollenverteilung im Studio.

Eure Einflüsse sind sehr 80er-lastig: Kraftwerk, David Bowie, The Cure… Welche aktuellen Bands inspirieren Euch?

Pierre: Prince macht noch Musik, oder? Er wird für immer Musik machen. Ich liebe Prince, er ist auf unserer Platte rauszuhören. Ich mag es, wie er die Wörter verbiegt und seine Art zu singen ist einfach einzigartig. Friendly Fires finden wir toll, weil ihre Texte – wenn man genau hinhört – sehr kitschig sind. Sie werden als Indie-Band gesehen und man denkt nicht daran, dass sie eigentlich eine totale Pop-Band sind. Abseits der Musik interessieren mich Filme. Auf „Anthems” erzähle ich Geschichten, die von Filmen inspiriert sind.

Gibt es einen Regisseur, den Du besonders schätzt?

Pierre: Lustigerweise haben mir mit Kaspar Winding eine Nummer geschrieben, die „Drive” heißt. Als das Lied schon fertig war kam heraus, dass sein Bruder Nicolas der Regisseur von dem Film „Drive” ist. Er hat auch „Only God Forgives” gemacht, wobei ich dessen Story nicht so toll finde. Aber die Farben und die Lichter sind großartig, er hat einen ganz eigenen Stil.
 
Euer Video zu „To Be Young” erzählt die Geschichte eines alten Liebespaares. Was ist Euch näher: Das Konzept von Lebensabschnittspartnern oder das der immerwährenden Liebe?

Pierre: Unsere Eltern sind noch zusammen. Ich glaube wir haben beide dieses idyllische Bild davon, jemanden zu finden, mit dem man für immer zusammen bleibt. Das ist doch süß, finde ich. Bei mir klappt es nicht so. Für mich war wichtig, das Video sehr cineastisch zu machen, damit die Essenz des Songs zu spüren ist.

Am 24. April beginnt eine Tour, die Euch in die größten deutschsprachigen Städte bringen wird. Funktionieren I Heart Sharks besser im urbanen Raum als vor der Dorfjugend?

Pierre: Wir haben sehr oft in Dörfern gespielt, in Clubs, die keine wirklichen Clubs waren. In alten Fabrikhallen, zum Beispiel, wo wir vor dem Gig zusammen mit dem Veranstalter noch schnell eine Bühne aufgebaut haben. Das ist eine sehr essentielle Sache, die wir nicht verlieren sollten. Konzerte im kleinen Rahmen können wirklich Angst machen, wenn das Publikum so nahe an uns dransteht (hält sich die Hand direkt vor sein Gesicht). Wir werden im Herbst noch eine Tour spielen und würden uns freuen, wieder in kleinen Clubs in Dörfern aufzutreten. Die Musik, die wir jetzt machen, ist viel eingängiger und nicht so düster und technobasiert wie die erste. Ich denke, dass diese Platte besser verstanden wird.